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Abitur-Prüfungsfächer

Wer seine Kurswahlen plant, sollte sich zuerst für einen Schwerpunkt entscheiden und für seine beiden Schwerpunktfächer, die gleichzeitig Abitur-Prüfungsfächer sind. Im nächsten Schritt sollten dann die drei weiteren Prüfungsfächer ergänzt werden, dabei helfen die Informationen auf dieser Seite.

Es gibt fünf Prüfungsfächer

Für die Abiturprüfung sind fünf Prüfungsfächer als erstes, zweites, drittes, viertes und fünftes Prüfungsfach zu wählen, und zwar

» drei fünfstündige Fächer (P1 bis P3) mit erhöhtem Anforderungsniveau (5E) und
» zwei dreistündige Fächer (P4 und P5) mit einfachem Anforderungsniveau (3G).
(Im Falle von Sport oder Latein sind die Kurse vierstündig.)

 

Die Prüfungsfächer müssen vor dem Eintritt in die Qualifikationsphase gewählt werden; davon kann die Schule in begründeten Ausnahmefällen bei der Wahl des vierten und fünften Prüfungsfaches eine Ausnahme zulassen. Da auf den Zeugnissen die Prüfungsfächer erkennbar sind, sollte ein Wechsel aber vor dem Ende des 1. Halbjahres abgeschlossen sein.

Im ersten bis vierten Prüfungsfach wird je eine schriftliche, im fünften Prüfungsfach eine mündliche Abiturprüfung abgelegt. Die Abiturklausur im ersten bis dritten Prüfungsfach dauert 300 Minuten, die im vierten Prüfungsfach 220 Minuten. Alle Abiturklausuren werden mit landesweit einheitlichen Aufgabenstellungen ("Zentralabitur") geschrieben. Die mündliche Prüfung im fünften Prüfungsfach dauert 20-30 Minuten. Detaillierte Informationen zu den Abiturprüfungen stehen unter dem Menüpunkt "Abitur".

Regeln für die Wahl der Prüfungsfächer

Erstes und zweites Prüfungsfach sind normalerweise die beiden Schwerpunktfächer. Anders ist dies nur im gesellschaftswissenschaftlichen Schwerpunkt, da sind die Schwerpunktfächer P1- und P3-Fach, P2-Fach muss eines der Kernfächer oder eine Naturwissenschaft sein.

Unter den fünf Prüfungsfächern müssen sein:

  • drei Fächer mit erhöhtem Anforderungsniveau, darunter die beiden Schwerpunktfächer,
  • aus jedem Aufgabenfeld mindestens ein Prüfungsfach,
  • zwei der drei Kernfächer (Deutsch, Fremdsprache, Mathematik).

Als Prüfungsfächer können nur Fächer gewählt werden, die in der Einführungsphase mindestens ein Schulhalbjahr, bei Fremdsprachen das ganze Schuljahr lang belegt worden sind. Sport kann nur als P5-Fach gewählt werden, wenn bereits in der Einführungsphase Sporttheorie belegt wurde.

Der Anspruch auf ein bestimmtes Angebot an Fächern oder eine bestimmte Prüfungsfachkombination besteht nicht. Welche Schwerpunkte und Kurse eingerichtet werden, hängt von den Wahlen des Jahrgangs ab. Im Durchschnitt müssen alle Lerngruppen 20 Schüler haben!

Ganz tückische Bestimmung: Die Prüfungsfächer sind so zu wählen, dass die Zahl von 36 Schulhalbjahresergebnissen, die in die Gesamtqualifikation einzubringen sind, nicht überschritten wird. Damit sind einige auf den ersten Blick verlockende Prüfungsfachkombinationen gar nicht zulässig!

Überhaupt entstehen durch die Wahl von Prüfungsfächern, für die keine oder nur geringe Belegungs- und Einbringungsverpflichtungen bestehen, erhebliche Nachteile. Dies betrifft die Fächer Kunst, Musik, Darstellendes Spiel, Erdkunde, Informatik und Sport. Weil auch die 4 Kurse dieser Prüfungsfächer unter den 36 ins Abitur einzubringenden Kursen sein müssen, geht dies entweder gar nicht oder es schränkt doch zumindest die Einbringmöglichkeiten anderer Kurse stark ein. Gute Noten in anderen Fächern, z.B. in Sport oder im Seminarfach, können dann kaum noch für die Gesamtqualifikation berücksichtigt werden!

Spitzfindigkeiten mit Prüfungsfächern

Bili-Geschichte oder Bili-Erdkunde kann als Prüfungsfach gewählt werden, wenn in der Einführungsphase dieser Unterricht mindestens ein Schulhalbjahr lang besucht wurde und Englisch als weiteres Fach gewählt wird.

Darstellendes Spiel ist nur als 5. Prüfungsfach möglich und auch das nur, wenn nicht Kunst oder Musik als Prüfungsfach gewählt worden ist.

Sport ist nur als 5. Prüfungsfach möglich. Durch die Teilnahme an Sporttheorie wird Sport zum 4-stündigen Fach ergänzt, der Schüler hat also zusätzliche Unterrichtsstunden in diesem Fach.

Sport kann als Prüfungsfach nur wählen, wer eine ärztliche Unbedenklichkeitsbescheinigung vorgelegt hat. Tritt bis zum Ende des ersten Schuljahres der Qualifikationsphase Sportunfähigkeit ein, so muss anstelle von Sport ein anderes fünftes Prüfungsfach gewählt werden. Es sollte also ein weiteres 3-stündiges Fach so ernsthaft betrieben werden, dass es ggf. Prüfungsfach werden kann!

In der sportpraktischen Abiturprüfung wird je eine Sportart aus der Erfahrungs- und Lernfeldgruppe A (z.B. Schwimmen, Leichtathletik, Turnen oder Gymnastik) und B (z.B. Volleyball, Basketball, Badminton, Fußball, Handball) geprüft. Als dritter Prüfungsteil findet eine mündliche Prüfung in Sporttheorie statt, jeder Prüfungsteil zählt 1/3 der Sport-Abiturnote. Wer erwägt, eine Abiturprüpfung abzulegen, sollte sich rechtzeitig von seinem Sportlehrer beraten lassen, denn die Leistungsanforderungen besonders in den Individualsportarten sind hoch!

Wer Sport, Musik, Kunst, Darstellendes Spiel, Erdkunde oder Informatik als Abiturprüfungsfach wählt, kommt mit 32 Wochenstunden nicht hin. Wir erlauben in diesen Fällen die Belegung von mehr Wochenstunden, dies will aber wegen der zusätzlichen Belastung gut überlegt sein.

Das Seminarfach ist als Prüfungsfach grundsätzlich nicht möglich. Ob Werte und Normen als Grundkurs-Prüfungsfach (P4 oder P5) angeboten wird, ist noch nicht abschließend geklärt.

 
   
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