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Sozialteam

bush Also lautet ein Beschluss:
Dass der Mensch was lernen muss.
Nicht allein das ABC
bringt den Menschen in die Höh´;
nicht allein im Schreiben, Lesen
übt sich ein vernünftig´ Wesen;
nicht allein in Rechnungssachen
soll der Mensch sich Mühe machen,
sondern auch der Weisheit Lehren
muss man mit Vergnügen hören.
Dass dies mit Verstand geschah,
war hier das Sozialteam da.

(frei nach Wilhelm Busch)

Die Grundidee

Im Sinne eines Spiralcurriculums wollen wir die sozialen Kompetenzen der Schüler so erhöhen, dass sie sozial gestärkt die Schule verlassen und in Krisensituationen lebensbejahende Entscheidungen treffen können, also

Prävention durch Information als Hilfe zur Selbsthilfe.

Langfristig geht es darum, ein Schulprofil mit zu entwickeln, in dem die einzelnen Bausteine einer humanistischen Schule wie z.B. Stärkung der sozialen Kom- petenzen, Gesundheits- und Umweltbewusstsein, Beratungskonzepte, Gewalt- und Drogenprävention, ... miteinander verknüpft sind.

Dadurch erhoffen wir uns einen Synergieeffekt, welcher die Nachhaltigkeit des Erlebten verstärkt.

Grundlage unserer Arbeit ist folgende Handlungsthese: Die Entwicklung und Gestaltung des Sozialkonzeptes ist ein Prozess.

Durch regelmäßige Überprüfungen der beteiligten Parameter soll das Konzept den jeweiligen Bedingungen angepasst werden. Dabei wünschen wir uns eine möglichst hohe Transparenz, um allen am Schulleben Beteiligten die Möglichkeit zu geben, sich jederzeit mit einbringen zu können.

Tragende Säulen dieses Prozesses sind:

Regelmäßige Treffen mit Klassensprechern, Elternvertretern und Lehrern, um auf Stimmungswechsel und Strömungen reagieren zu können. Dabei sollen alle Veranstaltungen unter anderem durch Evaluation immer wieder auf ihre Schülerrelevanz hin überprüft werden.

Zur Historie

Nach der Vorstellung und Annahme der Konzeptidee in der ersten Gesamtkonferenz 2010 haben alle Schüler, Eltern und Kollegen des Lessinggymnasiums einen Fragekatalog bekommen, um Interessenbereiche auszuloten und zu strukturieren.

In den Sommerferien wurden diese Rückläufer ausgewertet und zu Themen- bereichen "Wünschen" zusammengefasst. Hieraus ergaben sich die Themenblöcke Gesundheit und Empathie.

Diese Grobplanung vom 25.08.2010 war die Arbeitsgrundlage des Sozialteams, aus welcher wir die vorliegende "Fein"planung entwickelt haben, die jetzt als eine Jahrgangsplanungsübersicht in Form von Themenbereichen ("Gesundheit, Empathie") vorliegt.

Beginn des Konzeptes sollte das Schuljahr 2011/2012 sein.

Das Curriculum - am Beispiel Drogenprävention:

Vorüberlegungen

  • spezifische Suchtprävention
    betrifft im weiteren Sinne Information und Aufklärung:
    • über Drogen, ihre Wirkungsweise, ...
    • über Formen und Ursachen der Drogenabhängigkeit,
    • über alternative Handlungsstrategien.
  • unspezifische Suchtprävention
    betrifft alles, was die Lebenskompetenz fördert, z.B. "Welche Fähig- keiten braucht ein Kind, um NEIN sagen zu können?"
    • Konstruktiver Umgang mit Konflikten,
    • Stärkung des Selbst- Bewusstseins,
    • Stärkung von Geduld, Frustrationstoleranz, Präsenz,
    • Entwicklung der Erlebnis- und Genussfähigkeit,
    • gut gestaltete Lernumgebung,
    • Diskurs- und Kompromissfähigkeit,
    • Pflege der "Sekundärtugenden"

Die hauptsächliche Wirkungskraft suchtpräventiver Bemühungen liegt in der unspezifischen Prävention.

Suchtpräventive Bemühungen stellen eine allgemeine erzieherische Aufgabe dar; sie betreffen gleichermaßen Vereine, Kirchen, Freizeiteinrichtungen - und an erster Stelle Elternhaus und Schule.

Diese verschiedenen Nebenäste gesellschaftlichen Zusammenlebens sollen im Stamm unseres Sozialkonzeptes zusammengeführt werden.

Das heißt eine Zusammenarbeit mit den Eltern, externen Experten, ... ist erwünscht und Teil des Konzeptes.

  1. Im ersten Schritt sollen die Kinder darüber informiert werden, welche Suchtstoffe es gibt und welche verschiedenen Auswirkungen auch sozialer Natur sie auf ihr Leben haben.
  2. Im zweiten Schritt sollen sich die Schüler mit Fachleuten und Betroffenen auseinandersetzen, um so ein Gespür für die psychosozialen Rahmen- bedingungen eines Suchtverhaltens zu bekommen. Hierbei soll ihnen deutlich werden, wie stark Rauschmittel den unmittelbaren Lebensablauf beeinflussen und verändern.
  3. Die dabei entstehenden Kontakte sollen im Bedarfsfall Berührungsängste mit den verschiedenen Personen oder Einrichtungen mildern. Kontaktadressen sollen über den Beratungslehrer Herrn Drescher, aber auch über eine Schulseite im IServ abrufbar sein.

In welcher Form sich die Suchtprävention an unserer Schule etabliert, werden die nächsten Jahre zeigen. Denkbar ist die Auslagerung einiger Punkte in die verschiedenen Institutionen bzw. Einrichtungen.

Ziel ist es, dass alle am Schulleben Beteiligten im Sinne eines Spiralcurriculums ihre Drogenkompetenz fortwährend erweitern.

Alle Schüler am Lessinggymnasium durchlaufen deshalb folgende aufeinander aufbauende Veranstaltungen zum Thema Drogen. Hierbei ist es uns wichtig, möglichst authentische Ansprechpartner zu finden, um die Glaubwürdigkeit und Akzeptanz bei den Schülern zu erhöhen.

  1. Sachinformation: durch das Gesundheitsamt
    • "Welche Drogen gibt es?"
    • Wie wirken sie sich aus?"
  2. Sachinformation: durch die Polizei
    • "Rechtliche Auswirkungen von Drogenhandel und - besitz?"
  3. Sachinformation: durch eine Drogeneinrichtung
    • "Wo finde ich Hilfe?"
    • Wie muss ich mir das vorstellen?"
  4. Sachinformation: durch einen Betroffenen
    • "Wie Drogen ein Leben verändern?"

Die Schüler erhalten so eine größere Entscheidungsbasis zum Thema Drogen, welche ihre Eigenverantwortlichkeit und Selbstständigkeit erhöht.

Der Anfang wurde gemacht.

Vielen Dank an die vielen Begleiter, Unterstützer und Ideengeber auf diesem Weg.

Hans-Joachim Drescher

   
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