Aktuelles  

   

Zugänge  

Schulserver
   

QR-Code dieser Seite  

QR-Code
   

 

 
 
 

Das Sicherheitskonzept des Lessinggymnasiums Braunschweig

- Stand 28.11.2018 -

1. Grundsätzliche Vorstellung

Der Auftrag der Schule umfasst auch die Fürsorge für alle sich legal im Gebäude aufhaltenden Personen. Dazu gehören auch der Schutz vor Gewalt und die Gewährleistung von größtmöglicher Sicherheit.

Ein Sicherheitskonzept soll helfen, einen möglichst hohen Sicherheitsstandard für alle Beteiligten zu erreichen. Dafür ist eine gute Zusammenarbeit von Schule, Elternhaus, Polizei und Mitarbeitern anderer Einrichtungen wichtig.

Das Sicherheitskonzept ist natürlich dynamisch, denn es muss regelmäßig überarbeitet, ergänzt und neuen Anforderungen und Gegebenheiten angepasst werden. Es ist auch regelmäßig auf Alltagstauglichkeit zu überprüfen.

Beim Bemühen um Sicherheit ist der präventive Gedanke leitend.

Das Kollegium und die Gesamtkonferenz sind sich grundsätzlich einig, dass nur ein abgestimmtes und einheitliches Verhalten des Kollegiums, geprägt von einer Mentalität des "Hinsehens" und "sich verantwortlich Fühlens", gewaltpräventiv wirken kann.

Es gibt einen uneingeschränkten Konsens  bei allen Lehrkräften der Schule, dass jede Gewalttat - ob gegen Personen oder Sachen -  in  angemessener Form  geahndet werden und entsprechende Folgen haben muss.

Die Schülerinnen und Schüler sind über alle Möglichkeiten informiert, wie sie sich der Schule - auch anonym - gegenüber mitteilen bzw. anvertrauen können, wenn sie Opfer einer Gewalttat zu werden drohen oder bereits geworden sind.

Auch die Erziehungsberechtigten sind aufgefordert, sich vertrauensvoll an die Schule zu wenden, wenn  ihnen  Fälle von Gewaltanwendung bekannt werden.

Als AnsprechpartnerInnen stehen hierfür Klassenleitungen, Aufsicht führende Lehrkräfte, die Schulleitung, die Beratungslehrkräfte (Frau Feustel, Herr Drescher) sowie das Mobbing-Interventions-Team (Frau Bautsch, Frau Trettler), grundsätzlich aber natürlich auch alle anderen Lehrkräfte zur Verfügung.

2. Ziele

An der Schule soll ein entspanntes, angstfreies Klima herrschen, das sich durch gegenseitige Hilfe, Gespräche und ein Patensystem auszeichnet.

Ziel ist in erster Linie der Schutz der Personen in der Schule. Dafür müssen auch regelmäßig bauliche Gegebenheiten geprüft und evtl. verbessert werden, um Unfallquellen auszuschließen.

Eine Analyse von Unfallmeldungen soll helfen, unfallträchtige Bereiche aufzuspüren und zu beseitigen.

Feste Vereinbarungen und Regeln, an die sich jeder hält, sollen helfen, ein hohes Maß an Sicherheit in unserer Schule zu erzielen.

Regelmäßige Übungen z.B. zum Verhalten in Brandfällen sollen für ein gewisses Maß an Routine und die Vermeidung von panikartigem Verhalten und somit für Sicherheit sorgen.

Außerdem werden der Erfahrungsaustausch und die Zusammenarbeit mit anderen Schulen gepflegt, besonders mit der benachbarten Grundschule (Sicherheitsnetzwerk).

 

3. Maßnahmen

a. Verhaltenspräventive Maßnahmen

  • Das Kollegium wird regelmäßig über sicherheitsrelevante Themen unterrichtet.
  • Die Schulordnung wird im Klassenverband besprochen (jährlich / Dokumentation im Klassenbuch).
  • Eine Sicherheitseinweisung findet im Klassenverband statt (jährlich / Dokumentation im Klassenbuch).
  • Besprechung von Verhaltensregeln in den naturwissenschaftlichen Räumen (jährlich / Dokumentation im Klassenbuch).
  • Schulneulinge lernen das Gebäude und die Mitarbeiter der Schule kennen (Einführungswoche für 5. Klassen).
  • Die Schüler/Innen der neu aufgenommenen 5. Klassen bekommen Schülerpatinnen und -paten zur Seite gestellt.
  • Die Übernahme von Mitverantwortung soll gefördert werden: Schülervertretung (begleitet von Frau Isermeyer und Herrn Lenk), Patenschaften, Klassensprecher, Schulsanitätsdienst sowie diverse andere Arbeitsgemeinschaften zur Mitgestaltung des Schullebens.
  • Für die Sicherheit in den Pausen und an der Bushaltestelle werden Lehrkräfte eingesetzt.
  • Die Eltern sind für das richtige Verhalten der Schüler und SchülerInnen auf dem Schulweg zuständig (→ Thematisierung auf einem Elternabend).
  • Unbefugte oder fremde Personen im Schulgebäude werden angesprochen, um sicherzustellen, dass sich niemand unbefugt in der Schule aufhält.
  • Es werden regelmäßig Erste-Hilfe-Kurse für das Kollegium durchgeführt.
  • Fehlende Schüler/innen sind zu Beginn jeder (Doppel)Stunde in das Klassenbuch einzutragen.
  • Schüler/innen, die erkrankt sind, sollen vor Unterrichtsbeginn telefonisch oder per Email krank gemeldet werden.
  • Bei Schüler/innen, die unentschuldigt fehlen, nimmt die Klassenleitung Kontakt zu den Eltern auf.

b. Organisatorische/Technische Maßnahmen

  • Fluchtpläne hängen in jeder Etage gut sichtbar aus.
  • In den Klassen- und Fachräumen werden Aushänge zu den Fluchtwegen und zum korrekten Verhalten im Alarmfall angebracht. Diese Pläne werden zu Beginn des Schuljahres von der Klassenleitung erläutert.
  • Feste Regeln für den Brandfall sind aufgestellt und bekannt:
  • das Klassenbuch mitnehmen,
  • Fenster und Türen schließen, nicht verschließen,
  • dem Fluchtplan folgen und an den vorgegebenen Sammelpunkten einfinden,
  • Kontrolle, ob alle Schüler das Gebäude verlassen haben,
  • Meldung an Schulleitung.
  • Eine ausreichende Anzahl an Feuerlöschern findet sich an gut zugänglichen Plätzen angebracht (zuständig: Hausmeister).
  • Fluchtwege sind gekennzeichnet und beleuchtet (zuständig: Hausmeister).
  • Die Fachleitung Chemie erstellt die Gefahrstoffliste und die Betriebsanweisungen mit Hilfe einer Software (D-GISS), diese ist im Notfallordner integriert.
  • Der Hausmeister erstellt eine Liste für Putzmittel, Farben, usw.
  • In den Fachräumen, den Lehrerzimmern, im Sanitätsraum, in der Mensa, beim Schulassistenten und in den Turnhallen sind Telefone installiert, um im Notfall schnell Hilfe rufen zu können.
  • Es finden sich Taster zum Auslösen von Feuer- und Amok-Alarm in den Etagen.
  • Eine Alarmanlage mit bekanntem Alarmton/-text ist installiert.
  • Die Türen zu den Zwischenfluren/Treppenhäusern sind Brandschutztüren, die bei Feuer automatisch schließen.
  • Treppenhäuser und Fluchttüren müssen barrierefrei sein.
  • Zum Verlassen des Schulgebäudes stehen zwei Treppenhäuser und mehrere EG-Notausgänge zur Verfügung.
  • Sicherheitsmängel, die Kollegen/Kolleginnen oder Schülern/Schülerinnen auffallen, sollen sofort ins Reparaturbuch eingetragen werden, oder in schwerwiegenden Fällen der Schulleitung, oder den Sicherheitsbeauftragten gemeldet werden, damit schnelle Abhilfe geschaffen werden kann.
  • Es gibt ausgebildete Schulsanitäter (AG Schulsanitätsdienst), die bei kleineren Unfällen per Handy benachrichtigt werden und eigenständig helfen. Die Unfälle werden in ein Verbandbuch eingetragen.
  • Klassenleitung und TutorInnen schlichten Streitfälle unter den Schülern. In schwierigeren Fällen holen sie sich Hilfe, z.B. bei der Beratungslehrern (Frau Feustel und Herrn Drescher), dem Mobbing-Interventions-Team (Frau Bautsch, Frau Trettler) oder der Schulleitung.

Welche Maßnahmen von der Schule ergriffen werden, ist auf Grund der gegebenen Einzelfallproblematik zu entscheiden. Hierzu ist frühzeitig die Schulleitung einzuschalten, die über die Hinzuziehung von Experten – Beratungslehrkräfte, Schulpsychologe, Jugendamt, Polizei, etc. – entscheidet. Im Nachgang wird das Vorgehen mit allen Beteiligten reflektiert, um Abläufe zu optimieren.

Bei kleineren Vergehen, die nicht vom Strafgesetzbuch erfasst sind, können Erziehungsmittel bzw. Ordnungsmaßnahmen nach § 61 NSchG von der Schulleitung oder der Klassenkonferenz angewendet werden. Bei Bedarf stehen auch die beiden  Beratungslehrkräfte oder das Mobbing-Interventions-Team zur Aufarbeitung von Konflikten, zur Streitschlichtung bzw. zu Fragen des Täter-Opfer-Ausgleichs zur Verfügung.

Die Schulleitung hat unverzüglich die Polizei zu informieren, wenn sie Kenntnis von einer Straftat an unserer Schule oder in unmittelbarem Zusammenhang mit unserem Schulbetrieb erhalten hat, die gegen oder durch ihre Schüler oder Schülerinnen begangen worden ist oder bevorsteht.

Es bestehen Kooperationen mit außerschulischen Einrichtungen, um dieses Anliegen zu unterstützen:

  • mit dem Jugendpfleger und der Jugendhilfe
  • der Polizei (besonders dem Präventionsteam – Frau Czerwinski, Herr Heyms - und den BeamtInnen der Dienststelle Wenden, mit denen es regelmäßige Treffen gibt)
  • der (Notfall)Seelsorge
  • der NLSchB, Dezernat V (Schulpsychologie; Ansprechpartner Herr Hammerschmidt, der auch die schulische Supervisionsgruppe leitet)
  • der Erziehungsberatung

Viele Kollegen sind in Lions Quest ausgebildet:
Beginnend mit der ersten Schulwoche im Schuljahr werden bei Bedarf mit der Lerngruppe angemessene Unterrichtsreihen durchgeführt oder auch als "Ideenkiste" situativ angewendet. Das Lions-Quest-Programm soll die Schülerinnen und Schüler unterstützen, ihr Selbstvertrauen aufzubauen und zu pflegen, Konflikt- und Risikosituationen zu begegnen und für Probleme konstruktive Lösungen zu finden.

4. Evaluation

Jedes Jahr sollen 3 Sitzungen des Arbeits- und Sicherheitsausschusses stattfinden, auf denen über das Konzept, über zu treffende Maßnahmen, notwendige Ergänzungen und Änderungen gesprochen wird.

Mitglieder sind:

  • Schulleitung
  • Vertreter des Schulträgers
  • zuständige Fachkraft für Arbeitssicherheit
  • Hausmeister
  • Sicherheitsbeauftragte
  • 2 Mitglieder des Personalrates
  • Elternvertreter und Experten.

 

Darüber hinaus gilt für den Einzelfall:

Nach besonderen Vorfällen wird das Vorgehen innerhalb einer Woche mit allen Beteiligten reflektiert, um Abläufe zu optimieren.

5. Rechtliche Bezugspunkte

Rahmen und Bezugspunkte des schuleigenen Sicherheitskonzeptes gem. Erlass MK v. 15.02.2005 sind die Schulordnung des Lessinggymnasiums, der Erlass "Zusammenarbeit zwischen Schule, Polizei und Staatsanwaltschaft" v. 30.09.2003, § 61 des Nieders. Schulgesetzes "Erziehungs- und Ordnungsmaßnahmen", sowie natürlich das deutsche Strafgesetzbuch (StGB).

 

Gez. Schröder

   
© 2013-2018 IServ-AG