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Hausaufgabenkonzept des Lessinggymnasiums Braunschweig

1. Funktion von Hausaufgaben

Hausaufgaben sind integraler Bestandteil der pädagogisch-didaktischen Arbeit am Lessinggymnasium. Sie dienen der

  • Übung, Anwendung und Sicherung im Unterricht erworbener Kenntnisse, Fertigkeiten und fachspezifischen Techniken,
  • der Vorbereitung bestimmter Unterrichtsschritte und -abschnitte,
  • der Förderung der selbständigen Auseinandersetzung der Schülerinnen und Schüler mit Unterrichtsgegenständen und frei gewählten Themen.

Hausaufgaben erwachsen aus dem Unterricht und sind in den Unterricht eingebunden. Die Zielsetzung ist den Schülerinnen und Schülern transparent zu machen.

Die regelmäßige und vollständige Erledigung der Hausaufgaben schafft für die Schülerinnen und Schüler die Grundlage, um im Unterricht erfolgreich mitzuarbeiten und sich den Unterrichtsstoff anzueignen.

2. Das Erteilen von Hausaufgaben

Das Stellen von Hausaufgaben erfolgt durch die jeweilige Lehrkraft innerhalb der Unterrichtsstunde. Dabei ist sicherzustellen, dass den Schülerinnen und Schülern die Möglichkeit eingeräumt wird, Rückfragen zu stellen, um sicherzustellen, dass Art und Umfang der Hausaufgaben für alle verständlich sind. Die dafür notwendige Zeit ist von der Lehrkraft in ihrer Zeitplanung für die Unterrichtsstunde zu berücksichtigen. Ebenso bedeutet das Stellen der Hausaufgabe nicht das Stundenende.

Sollte ein Erteilen von Aufgaben im Unterricht aufgrund längerer Abwesenheit der Lehrkraft nicht möglich sein, stellt die betroffene Lehrkraft die Bekanntgabe der Aufgaben über den/die Klassenlehrer/in oder dessen/deren Stellvertreter/in sicher.

Die erteilten Hausaufgaben werden in das Klassenbuch an dem Tag eingetragen, zu dem sie kontrolliert bzw. in den Unterricht eingebunden werden.

Von allen Schülerinnen und Schülern sind in den Jahrgangsstufen 5 bis 9 verpflichtend Hefte zu führen, in denen alle Hausaufgaben zu notieren sind. Dieses wird in unregelmäßigen Abständen durch die Lehrkräfte kontrolliert. Im Rahmen des Methodentrainings in Klasse 5 wird diese Verfahrensweise erläutert und geübt.

3. Erledigung von Hausaufgaben

Die Erledigung der Hausaufgaben steht in der Verantwortung der jeweiligen Schülerin bzw. des jeweiligen Schülers.

Analog zum Unterricht berücksichtigen Hausaufgaben das Alter und den Leistungsstand der Schülerinnen und Schüler, dabei wird vom mittleren Leistungsniveau/Arbeitstempo ausgegangen.

Soweit Material oder bestimmte Medien bei der Erledigung von Hausausgaben benötigt werden, die über das in den Fachkonferenzen festgelegte Lehr- und Arbeitsmaterial hinausgehen, ist von der Lehrkraft im Vorfeld sicherzustellen, dass diese allen Schülerinnen und Schülern auch zur Verfügung stehen.

Den Eltern kommt insbesondere bei den jüngeren Jahrgängen die Funktion zu, die Schülerinnen und Schüler zum regelmäßigen und vollständigen Erledigen der Hausaufgaben anzuhalten und zu motivieren. Hierzu zählt insbesondere

  • regelmäßiges Erfragen der gestellten Aufgaben (Hausaufgabenheft)
  • stichprobenartiges Kontrollieren der Aufgaben auf offensichtliche Vollständigkeit
  • Schaffen eines Arbeitsumfeldes, in dem die Schülerinnen und Schüler konzentriert arbeiten können.
  • Unterstützung des Lernprozesses durch Abfragen von Vokabeln, Lehrsätzen etc., die die Grundlagen in den einzelnen Unterrichtsfächern darstellen.
  • Abbruch der Hausaufgabenerledigung, wenn die Schülerin oder der Schüler nicht in der Lage ist, diese in einer angemessenen Zeit zu erledigen. Dieses wird von den Eltern bzw. anderen Betreuungspersonen schriftlich der jeweiligen Lehrkraft mitgeteilt, sofern das Bemühen um die Erledigung nicht bereits aus den Aufzeichnungen ersichtlich wird.
  • Es ist nicht Aufgabe der Eltern, Unterrichtsstoff neu zu erarbeiten oder die Hausaufgaben für die Schülerinnen und Schüler zu erledigen, damit diese hierfür eine gute Note erhalten. Dieses gilt auch für Referate. Hausaufgaben werden nicht zensiert. Wenn Eltern die Stellung von Hilfslehrern einnehmen, so nehmen sie der jeweiligen Lehrkraft die Möglichkeit, über die Hausaufgaben eine Rückmeldung über den Leistungsstand der jeweiligen Schülerin oder des jeweiligen Schülers zu bekommen.
  • Wenn bei der Erledigung der Hausaufgaben durch die Schülerinnen und Schüler grundlegende Probleme auftreten, so ist dieses eine wichtige Informationen für die entsprechende Lehrkraft. Eine entsprechende Rückmeldung von den Schülerinnen und Schülern sowie den Eltern ist deshalb ausdrücklich erwünscht.

4. Nichterledigung von Hausaufgaben

Grundsätzlich gelten Hausaufgaben als erledigt, soweit sie vollständig bearbeitet worden sind. Ausnahmen:

Sollten Hausaufgaben nicht vollständig durch die Schülerin oder den Schüler erledigt werden können, so muss im Regelfall aus den Aufzeichnungen ersichtlich sein, dass die Schülerin oder der Schüler sich ernstlich um die Erledigung bemüht hat. In diesem Fall gilt die Hausaufgabe als erledigt. Ggf. ist die Hausaufgabe nach Erläuterungen durch die Lehrkraft nachzuarbeiten. Die Entscheidung hierüber trifft im Einzelfall die Lehrkraft aufgrund pädagogisch-didaktischer Überlegung.

Alternativ muss die Schülerin bzw. der Schüler mündlich glaubhaft sein Bemühen gegenüber der jeweiligen Lehrkraft darlegen können oder Eltern das Bemühen unter den Hausaufgaben schriftlich bestätigen. Idealerweise wird hierbei dargelegt, wobei Schwierigkeiten aufgetreten sind, sodass die Lehrkraft hier bei der Vermittlung des Lernstoffes ansetzen kann.

Wenn Hausaufgaben nicht erledigt werden, so wird dieses durch die jeweilige Lehrkraft für ihr Fach notiert. Wenn eine Schülerin oder ein Schüler drei Mal innerhalb eines Schulhalbjahres die Hausaufgaben nicht erledigt hat, so erfolgt eine schriftliche Information durch die Lehrkraft an die Eltern. Wird ein zweistündiges Fach in Doppelstunden unterrichtet, so erfolgt die Information an die Eltern bei zweimalig nicht gemachten Hausaufgaben (oder fehlendem Material).

Sollte eine Schülerin oder ein Schüler aufgrund eines besonderen Anlasses ihre/seine Hausaufgaben zu dem vorgegebenen Datum nicht erledigt haben, so können die Eltern in Aus­nahmefällen die Lehrkraft bitten, dieses zu entschuldigen. Die Hausaufgabe ist nachzuholen, soweit dieses sinnvoll ist. Die jeweilige Lehrkraft entscheidet hierüber.

In Abwesenheit der Schülerin bzw. des Schülers - auch bei Krankheit - erteilte Hausaufgaben sind nachzuholen. Ggf. hat hierzu eine Abstimmung mit der Lehrkraft über den Umfang und die zusätzlich notwendige Zeit zu erfolgen.

Das Nichterledigen von Hausaufgaben an sich hat keinen direkten Einfluss auf die Note in diesem Fach. Allerdings kann es in einigen Fächern, z.B. bei der Bewertung der häuslichen Vor- und Nachbereitung in der Oberstufe oder bei der Heft- und Mappenführung in der Sekundarstufe I, in die Mitarbeitszensur eingehen. Es kann auch indirekt Einfluss auf die Note haben, da unter Umständen durch mangelnde Vorbereitung eine Teilhabe am folgenden Unterricht nur eingeschränkt erfolgt. Die Nichterledigung von Hausaufgaben hat direkten Einfluss auf die Bewertung des Arbeitsverhaltens.

5. Zeitlicher Umfang von Hausaufgaben

Die Berechnung der zur Erledigung von Hausaufgaben benötigten Zeit richtet sich an der Leistungsfähigkeit einer durchschnittlichen Schülerin / eines durchschnittlichen Schülers aus.

durchschnittliche
tägliche Dauer
durchschnittliche
Wochendauer
Jahrgang 51h5h
Jahrgang 61h5h
Jahrgang 71h5h
Jahrgang 81h5h
Jahrgang 91h5h
Jahrgang 101h5h
Jahrgang 112h10h
Jahrgang 122h10h

Die Wochendauer schließt auch das selbstständige, wiederholende Lernen von Vokabeln, das nicht zwingend ausdrücklich als Hausaufgabe aufgeben wird, mit ein. Das besondere Lernen vor Klassenarbeiten bzw. Klausuren oder das Herrichten von Sammelmappen, da diese eingesammelt werden, wird bei der Berechnung der durchschnittlichen Wochendauer nicht berücksichtigt.

Nachmittagsunterricht schränkt die Möglichkeit zur pädagogisch-didaktisch sinnvollen Hausaufgabenbearbeitung von Schülerinnen und Schülern ein. Dieses ist von den Lehrkräften bei der Erteilung von Hausaufgaben zu berücksichtigen. Die­ses erfolgt dadurch, dass Hausaufgaben in einem geringeren Umfang gestellt werden oder dass Hausaufgaben nicht zur nächsten Stunde erteilt wer­den, sondern zu einer späteren Unterrichtsstunde. Durch das Ganztagsangebot wird den Schülerinnen und Schülern Gelegenheit gegeben, an den Tagen ohne Pflichtunterricht am Nachmittag die Hausaufgaben bereits in der Schule zu erledigen.

Ferien- und Feiertage dienen den Schülerinnen und Schülern zur Regeneration und der Möglich­keit, im Familien- und Freundeskreis Erfahrungen zu sammeln. Unabhängig von dieser grundsätzlichen Regel ist es für Schülerinnen und Schüler insbesondere über das Wochenende sinnvoll, sich auch an einem Samstag oder Sonntag mit Unterrichts­stoff zu befassen, um so eine Lernbrücke zwischen der vorherigen und der folgenden Woche zu schaffen und das Erlernen von Unterrichtsstoff zu vereinfachen. Dies geschieht jedoch im eigenen Ermessen der Schülerinnen und Schüler und deren Erziehungsberechtigten; die unterrichtende Lehrkraft steht hierbei beratend zur Verfügung. Hausaufgaben von Freitag auf Montag sind in der Sekundarstufe I jedoch mit Ausnahme des Lesens einer Lektüre nicht zulässig. Gleiches gilt für Ferienzeiten sowie für Zeiten des Betriebspraktikums und von BOBS. Für die Sekundarstufe II wird ähnlich verfahren.

Innerhalb der Sekundarstufe I erfolgt eine Abstimmung der Fachlehrkräfte, wenn Lektüre über die Ferien oder über Zeiten des Betriebspraktikums und von BOBS aufgegeben wird, um eine Häufung zu vermeiden.

6. Lotsenfunktion der Klassenlehrkraft

Die oben genannten Regeln in Bezug auf Hausaufgaben verlangen erheblich größeren Abstimmungsaufwand zwischen den einzelnen Lehrkräften einer Klasse. Um diesen Aufwand aber so gering wie möglich zu halten, fungiert der/die Klassenlehrer/in als Lotse für die Klassengemeinschaft (Schülerinnen und Schüler, Lehrkräfte und Eltern).

Der/Die Klassenlehrer/in verschafft sich regelmäßig einen Gesamtüberblick über die wöchentliche Belastung durch Hausaufgaben der Schülerinnen und Schüler. Wird die durchschnittliche tägliche/wöchentliche Stundenzahl deutlich bzw. regelmäßig über- oder unterschritten, spricht die Klassenlehrerin / der Klassenlehrer mit einzelnen Lehrkräften bzw. erfolgt eine Abstimmung.

7. Halbjährliche Abstimmung über zeitlichen Bedarf für Hausaufgaben

Um den Lehrkräften eine weitere umfangreiche Rückmeldungsmöglichkeit und den Schülerinnen, Schülern und Eltern eine Visualisierung über den Zeitaufwand bei der Erledigung der Hausaufgaben zu geben, erfolgt einmal pro Halbjahr eine genaue Dokumentation des zeitlichen Aufwandes bei der Erstellung von Hausaufgaben durch die Schülerin / den Schüler. Dies kann z.B. durch das Anfertigen eines Tagebuches über den Zeitraum von einer Woche geschehen, in dem die Schülerinnen und Schüler den täglichen Zeitbedarf für Hausaufgaben dokumentieren.

Diese gewonnenen Informationen werden gemeinsam - soweit möglich in der Verfügungsstunde - ausgewertet, um den zeitlichen Bedarf und ggf. Möglichkeiten zur besseren Nutzung der notwendigen Zeit festzustellen.

   
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