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Lateinerfahrt 2015 nach Trier

Montag, 05.10.2015 (Hinreise)

Heute ging es endlich los auf Lateinfahrt! Alle freuten sich schon auf Trier. 7.30h war Treffen am Bahnhof, 8h ging es los. Umstieg in Mannheim. Die Zugfahrt dauerte insgesamt über 6 Stunden. Das war schon etwas nervig, aber na ja!

Müde und erschöpft kamen wir um 14.30 an. Nach einer kleinen Stärkung bei Burger King (und Frau Hetterich und Frau Weber brauchten endlich mal einen Kaffee) und einem kurzen Fußmarsch erreichten wir unsere Jugendherberge. Nach dem Beziehen der Zimmer schauten wir uns die nähere Umgebung an. Manche gingen zum Moselufer und machten ein paar schöne Fotos. Wir Jungs liehen uns einen Ball und gingen sofort kicken. Zum Abendessen gab es leckere Nudeln mit Tomatensoße. Nach dem Essen machten wir einen gemütlichen Spieleabend mit Chips, Popcorn und leckeren Getränken. Danach fielen alle todmüde in die Betten. Es war ein schöner Tag.

Schade war nur, dass Felix krank zu Hause bleiben musste!

Joshua Sievert


Dienstag, 06.10.2015

Stadtführung „Römische Bauwerke“ und „Mythos Gladiatorkampf“

Nachdem wir am Morgen einigermaßen „ausgeschlafen“ hatten, haben wir gefrühstückt und sind danach von der Jugendherberge in die Innenstadt gegangen. Leider lag die Herberge etwas außerhalb, und so mussten wir einen etwas längeren Weg gehen. An der Porta Nigra haben wir uns dann mit unserem Stadtführer getroffen. Zuerst hat er etwas zum Stadtbau erzählt. So haben die Römer damals in der Regel ihre Städte im Schachbrettmuster angelegt. Die amerikanischen Städte ähneln dem heute.

Anschließend haben wir uns mit der Porta Nigra und ihren verschiedenen Stationen in ihrem „Leben“ beschäftigt, denn dieses römische Stadttor war später auch mal Kirche und sogar Wohnort für einen Einsiedler. Nur dadurch, dass es immer wieder irgendwie genutzt wurde, ist dieses Bauwerk wohl noch so gut erhalten.

Im Anschluss daran sind wir knapp 4 Stunden mit dem Stadtführer durch Trier gelaufen. Auf dem Weg wurden uns besondere Gebäude und Statuen gezeigt, z.B. die Basilika, der Dom, die Kaiserthermen und und und.

Leider ist das Wetter an diesem Tag nicht ganz so gut gewesen, und zwar nur deshalb (so sagte der Stadtführer), weil Joshua, der Übeltäter, auf einen Gullydeckel mit dem Abbild von Petrus getreten ist. Petrus ist auf vielen Gullydeckeln Triers zu sehen, weil ihm die erste Kirche in der Stadt gewidmet wurde.

Gegen 14h sind wir dann zum Amphitheater gegangen. Das Theater ist wirklich groß und beeindruckend. Aber es hat leider ziemlich doll geregnet und deshalb hat uns der „Animateur“, ein echter Gladiator, in die Katakomben, also in den Untergrund des Theaters, geführt. Er hat uns alles über die Technik und die damalige Popularität der Gladiatorenkämpfe erzählt und klargestellt, dass vieles, was man heute über die Gladiatoren denkt, ein Mythos ist, also so nicht stimmt. Er muss es ja wissen, denn er leitet eine heutige Gladiatorenschule!!

Wir durften auch selber kleine Kämpfe ausprobieren. Der Gladiator hat das Ganze ziemlich gruslig aber auch spannend und nicht langweilig gestaltet.

Als wir gehen wollten, stellt Nils fest, dass sein Regenschirm nicht mehr da ist. Wir alle vermuteten schnell, dass er wohl durch eine andere Schülergruppe „abhanden gekommen“ sein muss. Wir erinnerten uns dann an eine fremdsprachige Gruppe und Frau Hetterich hat ihre Französischkenntnisse ausgepackt und die Lehrerin der Belgier nach dem Schirm gefragt. Tatsächlich hatte einer ihrer Schüler ihn „mitgenommen“. Na ja....!

Zurück in der Jugenherberge haben wir Abendbrot gegessen und danach war unser erster Workshop für das Theaterstück „Operation Mosella“, was wir vorführen wollten. Die Jungs hatten ziemlich wenig zu Hause vorbereitet ..... Also musste Frau Hetterich ein bisschen meckern. Das hat ziemlich gezogen, denn sie haben dann noch den ganzen Abend kräftig gelernt (was sich später echt ausbezahlt hat!).

Danach sind wir alle supermüde ins Bett gegangen.

Jette Schachtebeck


Mittwoch, 07.10.15

Am Mittwoch mussten wir recht früh aufstehen, denn der Bus, der uns abholte, kam um 9 Uhr, zumindest sollte er das, aber so wie man das von Bussen kennt, kam er natürlich etwas zu spät. Gegen 9.15 Uhr ging es dann endlich los. Zuerst fuhren wir zur Villa Nennig. Auf der Fahrt erzählte uns der Busfahrer die ganze Zeit etwas über die Geschichte von Trier und der Umgebung. Er erzählte immer weiter und irgendwann wurde es uns zu viel!!! Aber was sollten wir tun....?

An der Villa Nennig angekommen, sollten wir uns einen Film über die Villa anschauen, doch dummerweise war der Beamer kaputt. Sehr zum Ärger von Frau Hetterich! Die alte Dame, die Aufsicht führte, erzählte uns dann so etwas über diesen Gutshof aus römischer Zeit. Außerdem konnten wir uns einen vollständig erhaltenen Mosaikfußboden anschauen. Nach kurzer Zeit ging es dann weiter zur Villa Borg.

An der Villa Borg angekommen, sahen wir einen riesigen rekonstruierten römischen Hof, denn die Villa Borg wurde wieder aufgebaut, zumindest zum großen Teil. In der Villa sahen wir uns zuerst eine Multimediashow an. Danach wurden wir von einer Führerin durch die Villa geführt. Wir sahen eine wieder aufgebaute römische Küche mit Mühlsteinen, die private Thermenanlage der Besitzer aus dem 1.-4. Jhd. n.Chr. und viele Dinge, die dort ausgegraben wurden. Es war recht spannend, das Leben der Römer so hautnah zu erfahren. Zum Abschluss der Führung gab es einen kleinen Tonkrug Traubensaft für jeden. Aber das Beste kommt ja noch, denn einige Minuten nach der Abfahrt merkte eine Schülerin, deren Namen ich nicht nennen möchte, dass sie ihr Handy in der Villa vergessen oder verloren hatte. Also mussten wir den „ganzen“ Weg zurückfahren und hofften dabei, das Handy auch wirklich wiederzufinden. Gott sei Dank hatte es jemand gefunden. Auf dem Rückweg in die Jugendherberge hielten wir noch kurz an der Saarschleife, allerdings wirklich nur kurz, denn es regnete in Strömen. Schade, denn eigentlich ist die Landschaft an der Saar und der Ausblick auf diese Schleife wirklich sehenswert.

Nach dem Abendessen probten wir weiter an unserem Theaterstück „Operation Mosella“. So langsam sollte es mal klappen....

Jan Hinnerk Blanke :D


Donnerstag, 08.10.15

Unser Theaterstück „Operation Mosella“ und Besuch des Rheinischen Landesmuseums und unser letzter Abend

Sonne! Endlich!

Am vierten Tag unserer Lateinerfahrt nach Trier haben wir am Vormittag Togas (Na ja! Bettlaken tun es ja auch...) eingepackt und sind in die Stadt an die Porta Nigra gezogen, um endlich unser Theaterstück aufzuführen. Die ersten Szenen haben wir direkt „live“ am Stadttor gespielt. Einige Leute blieben neugierig stehen. Später sind wir zu einem recht leeren Cafe gegangen und haben dort noch einmal alles durchgespielt. Wie Frau Hetterich und Frau Weber meinten, wurden wir immer besser und lebendiger!

Nachmittags ging es ins Rheinische Landesmuseum. „Als die Treverer (also Trierer von heute) Römer wurden“ war das Thema, aber unsere Führerin war ziemlich lahm und hat mit vielen „ähs“ genervt.... Frau Hetterich und Frau Weber konnten es kaum noch aushalten und haben ein bisschen Tempo gemacht... Vieles von dem, was uns die Frau erzählt hat, wussten wir ja schon, weil wir eine Mappe für die Fahrt angelegt hatten.

Interessant war der Trierschatz, unglaublich viele Goldmünzen von vor 2000 Jahren, die vor 20 Jahren beim Bau einer Tiefgerage gefunden wurden. Einige Goldmünzen fehlen allerdings; da hat sich beim Fund wohl der eine oder andere eine eingesteckt....

Nach dem Museumsbesuch hatten wir ein bisschen Freizeit und mussten ja auch noch Koffer packen. Frau Hetterich hat dann in jedem Zimmer nachgeguckt, ob auch alles eingepackt war. Als sie in unser Jungenzimmer kam, meinte sie, dass es stinken würde, und hat gefragt, wann die Jungs das letzte Mal duschen waren. Antwort aller Jungs war, dass sie zuletzt zu Hause geduscht hätten.... Ok! Also musste nach dem Lagerfeuer mit Stockbrotessen natürlich geduscht werden! Kontrolle folgte!

Das Lagerfeuer war echt gemütlich, denn alle saßen zusammen und haben nochmal über die Fahrt gesprochen. Dann durften einige Jungs, die unbedingt wollten, noch die zweite Halbzeit Deutschland – Irland gucken, bevor sie ins Bett geschickt wurden.

Jason Kreienberg


Freitag, 09.10.15: Rückfahrt

Obwohl wir Mädchen aus Zimmer 400 verschlafen hatten, kamen wir noch pünktlich zum Treffpunkt. Die Mädchen aus Zimmer 313 sind zwar pünktlich aufgestanden, sind aber trotzdem zu spät gekommen. Als wir die letzten Sachen in die Koffer packten, fiel mir auf, dass jemand seine Zahnbürste bereits eingepackt hatte. Daraus entwickelte sich ein Gespräch, bei dem sich herausstellte, dass das Zähneputzen nach dem Essen nicht genügend ernst genommen wird.

Weil der Fahrstuhl in der Jugendherberge kaputt war, mussten wir unsere voll bepackten Koffer nach oben schleppen. Als endlich alle angekommen waren, konnten wir losgehen. Leider fühlte sich der Rückweg von der Jugendherberge zum Bahnhof (2km) länger an als der Hinweg ein paar Tage vorher. Am Bahnhof sind wir dann doch recht früh angekommen, also hat sich Lisa auf ihren Koffer gesetzt; der ist nach hinten gerollt und sie fiel auf den Boden. Ein wenig lustig war es schon, doch glücklicherweise ist ihr nichts passiert.

Dann sind wir in den Zug nach Koblenz gestiegen und haben uns Plätze gesucht. Es gab keine Kofferablagen, doch zum Glück genügend Stellfläche. In Koblenz angekommen mussten wir 30min warten. Wiedermal hat sich jemand auf seinen Koffer gesetzt und ist 2x hingefallen…

Weil Joshua zu viel am Handy spielte, wurde es kurzerhand von Frau Hetterich konfisziert – er fühlte sich nun nackt, wie er sagte. Doch Frau Hetterich kannte kein Erbarmen, obwohl Joshua nicht aufhörte zu bitten. Der Zug kam an, aber damit auch der Schock! Unser Wagon Nr.10 mit den reservierten Plätzen fehlte, er war einfach nicht angekoppelt worden. Wir setzten uns in den Gang, doch dort konnten wir nicht lange bleiben, also verteilten wir uns im total überfüllten Zug. Leider fanden nicht alle einen Platz und manche mussten sich auf den Boden setzen. Da das nicht lange so bleiben konnte, beschwerte sich Frau Hetterich beim Schaffner, dem das aber egal war. Nach langen Diskussionen schlug er einen Umstieg in Köln vor und versprach uns 15 Plätze in Waggon 31 eines Zuges nach Hannover.

Ein zweiter Schock – Jemand wollte mir (Maida) helfen und nahm versehentlich den Koffer eines Fremden mit, von dem er dachte, dass er mir gehört. Oh je! Jette brachte den Koffer schnell sofort wieder zurück. Es blieb nur noch wenig Zeit, also rannten wir zum nächsten Zug. Dort war von der versprochenen Reservierung nichts bekannt, also musste unsere Lehrerin sich wieder selbst um den Schlamassel kümmern – letztlich bekamen wir unsere Plätze.

Dann der nächste „Spaß“: 30 min warten inmitten der „Pampa“, weil es, wie durch den Lautsprecher tönte, „Personen im Gleis“ gab. Ob wir den Anschlusszug nach Braunschweig noch bekommen…?? Zum Glück bekamen wir ihn doch noch und konnten den meiner Meinung nach entspanntesten Teil der Fahrt genießen. So fand unsere erlebnisreiche und eindrucksvolle Lateinerfahrt doch noch ein schönes Ende.

Maida Mahdy

   
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