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Unsere Klassenfahrt nach Bremerhaven (Klasse 8B)

Am Montag, den 27.08.18 fuhren wir um 8:30 Uhr mit dem Bus nach Bremerhaven. Wir kamen gegen 12 Uhr an der Jugendherberge an. Nachdem wir dort Mittag gegessen hatten, gingen wir in unsere Zimmer. Wenig später fuhren wir mit dem Bus zur „Phaenomenta". Dort durften wir viele Experimente machen, zum Beispiel gab es einen kleinen schwarzen Raum, in dem man mit der Taschenlampe an die Wand malen konnte. Noch begeistert von den spannenden Experimenten fuhren wir gegen 17:00 Uhr wieder zurück zur Jugendherberge. Nach dem Abendessen hatten wir die Auswahl zwischen einem Spaziergang in den nahe liegenden Park oder einem Einkauf bei Real. Der Großteil der Klassen 8A und 8B ging zu Real. Dort durften wir frei herumlaufen. In der Jugendherberge hatten wir bis 21:30 Uhr Freizeit. Um 22:00 Uhr war dann Nachtruhe, das dachten zumindest die Lehrer. ;)

Als wir, wie jeden Morgen, um 8:30 Uhr frühstückten, wurde uns mitgeteilt, dass wir an diesem Tag, am Dienstag, nach Bremen fahren würden.

Dort mit dem Bus angekommen, unternahmen wir zuerst eine Stadtführung, die wir in kleinen Gruppen vorbereitet hatten. Im Anschluss bekamen wir etwas Freizeit, in der sich die meisten etwas zu Essen holten. Als wir uns wieder trafen, besuchten wir eine Bonbonmanufaktur im Schnoorviertel, in der jeder seinen eigenen Lolli herstellen durfte. Kurz darauf bekamen wir vier Stunden Freizeit, in der man shoppen essen oder die Stadt weiter erkunden konnte. Später wurden wir mit dem Bus wieder zurück zur Jugendherberge gefahren. Nach dem Abendessen konnte jeder machen, was er will, die meisten spielten Fußball oder lernten die Leute von der anderen Schule kennen. Als um 22:00 Uhr die Bettruhe anfing, waren alle in ihren Betten und redeten nur noch leise. Letzteres klappte jedoch nicht immer.

Am nächsten Morgen ging es weiter im Programm. Auf dem Plan standen das Klimahaus, eine Wattwanderung und am Abend gemeinsames Bowling.

Pünktlich gegen 9:00 Uhr stand die Busfahrerin bereit, um die 8B inklusive der 8A nach Dorum zu kutschieren. Mit Adleraugen wachte sie darüber, dass keiner, der ein Kaugummi besaß, ihren Bus betrat. Dann ging es raus aus der Stadt, vorbei an Wiesen, Feldern, Wäldern, Kühen und was es sonst noch alles gibt.

Gut eine halbe Stunde später standen alle Schüler mit ihren Rucksäcken und Gummistiefeln auf dem asphaltierten Parkplatz direkt hinter dem Dorumer Deich, von dem man einen kurzen Blick über das Meer erhaschen konnte. – Falsch, nicht das Meer, sondern nur das, was davon übrig war: das Watt.

Zwei Wattführer warteten bereits auf uns und führten alle erstmal zum Nationalparkhaus, wo in Schließfächern alle Rucksäcke verstaut werden konnten, die die gesamte Wanderung eh nur behindert hätten. Zur Erschütterung aller verkündeten die beiden erfahren aussehenden Männer, die je mit einer Schaufel bewaffnet waren, dass es nur von Vorteil sein würde, wenn die Gummistiefel ebenfalls im Nationalparkhaus verblieben. Die meisten nahmen sich dies zu Herzen, zumal manche auch keine dabei hatten.

Dann konnte es endlich losgehen. Schon auf den ersten Metern gab es Beschwerden, dass das Watt ja so ekelig und matschig sei… Jedenfalls entschieden sich die Wattführer, dass die Klassen besser getrennt gehen. Unser Naturkundler ging als Erstes auf die Krebse, die Strandkrabben, ein, die auf Anhieb zuerst auf dem braun-grauen Wattboden ins Auge fielen. In nahezu allen Größen waren sie zu finden, die kleinsten so groß wie ein Smartie, die größten wie ein Tennisball. Die meisten Schüler hatten zunächst Hemmungen, die gefährlich aussehenden Krebse in die Hand zu nehmen, doch als unser Wattführer erklärte, dass sie einem nichts antun konnten, wenn man sie hinter ihren Scheren anfasste, wurden einige mutiger.

Als Nächstes kam die Schaufel zum Einsatz. Der Wattführer umkreiste eine kleine Fläche Wattboden und stach sie circa 30 Zentimeter tief aus. Der Plan, einen Wattwurm zu entdecken, ging jedoch nicht in Erfüllung. Stattdessen fanden wir nur etliche andere Würmer im matschigen Boden. Nach zwei weiteren Aushüben trafen wir endlich den berühmten Wattbewohner an. Durch ihn entstanden auch die Spaghetti-ähnlichen Sandhäufchen, die überall zu finden waren. Des Weiteren sahen wir noch Wattschnecken und Nordseegarnelen, die wir als Krabben kennen und gerne auf einem Brötchen verspeisen. Danach durchwanderten wir noch einen Priel, was schließlich dazu führte, dass wirklich alle bis zu den Knien mit Schlick eingesaut waren.

Doch zum Glück waren die Dorumer schlau und haben an die Ausgänge vom Watt Wasserhähne aufgestellt. So war sichergestellt, dass alle wieder sauber in den Bus steigen konnten. Auf dem Weg zum zweiten Programmpunkt, dem Klimahaus, machten wir noch eine kurze Pipi-Pause in der Herberge, bevor wir kurz nach Mittag die „Havenwelten“ erreichten.

Eine freundliche Angestellte des Klimahauses gab uns sofort eine kleine Einweisung und erklärte uns die Ausstellung. Es gab vier Teile, in die diese eingeteilt war. Einstimmig wurde mit der Weltreise begonnen, die durch alle Klimazonen führte, die sich auf dem achten Längengrad befanden, genau wie Bremerhaven.

Wir mussten zu Beginn einen Moment warten, bis sich eine große Tür öffnete. Wir gingen auf Bahnschienen zum ersten Ort, der Schweiz. Hier war für uns ein normales Wetter, circa 22 Grad. Das konnte sich aber schnell ändern, wenn man den Gletscher durchquerte, in dem Minusgrade herrschten. An verschiedenen Stationen konnte man einiges über das Land und deren Bewohner erfahren, die hier in Form einer auf einer Almhütte wohnenden Familie vorgestellt wurden.

Nächster Reisestopp war Sizilien, mit sommerlichen Temperaturen. Hinter Glaskästen traf man hier verschiedene Reptilien an, woraufhin es schon weiterging zu heißem Wetter mit 32 Grad. Im trockenen Wüstenland Niger hatte man die Möglichkeit sich auf großen Liegen hinzulegen, um im dunklen Austellungsraum die karge Landschaft zu bestaunen. Ein Zelt eines Wüstenvolks konnte man ebenfalls erkunden.

Die Temperatur blieb gleich, aber es wurde schwüler und tropischer. Im kamerunischen Regenwald konnte man über eine Hängebrücke gehen und anschließend über Steine hüpfend einen Bach überqueren.

Doch schon kurz darauf zogen sich alle ihre Strickjacken über, denn es folgte die Antarktis, wo man bei minus sieben Grad durch einen Eistunnel ging

Als vorletzte Station stand Samoa auf dem Plan, wo man zahlreiche bunte Fische in allen Größen anschauen konnte.

Am Ende trafen wir wieder in Deutschland ein, wo an einem Modell die Funktion einer Hallig erklärt wurde.

Leider war jetzt keine Zeit mehr die Austellungsteile mit der Offshore-Windkraft und dem Klima der Zukunft zu erkunden, denn jetzt mussten wir uns wieder im Eingangsbereich treffen. Die Lehrer verkündeten die anstehende Freizeit und den anschließenden Treffpunkt. Draußen waren es jetzt 27 Grad und viele Schüler wünschten sich eine Abkühlung, sodass sie am liebsten ins Hafenbecken gesprungen wären. Rund um das Klimahaus gab es einen Bereich, der sich „Havenwelten“ nannte und viele Shopping-Passagen beherbergte, darunter auch eine im mediteranen Stil. Man konnte etwas zu Essen kaufen, wenn einem die Lunchpakete der Herberge nicht zusagten oder durchaus auch einen Blick über den Deich werfen und die Weser bzw. das Meer anschauen. Zwei Stunden später trafen wir uns an einer Bushaltestelle, wo ein Bus hielt, der uns zurück zur Jugendherberge brachte.

Nach dem Abendessen wurde nicht mehr lange abgewartet und es ging sofort weiter im Programm. Um sieben Uhr waren für uns zehn Bahnen im nicht weit entfernten Bowlingcenter reserviert. Fast pünktlich erschienen wir dort und wurden in Gruppen von vier bis sechs Schülern eingeteilt, wobei allein die begleitenden Lehrkräfte eine ganze Bahn belegten. Viele von uns bestellten sich Getränke, um die Wartezeit zu überbrücken bis man wieder an der Reihe war. Nach zwei Runden á zehn Würfen pro Spieler und eineinhalb Stunden später war Ende im Gelände und es ging im Dunkeln zurück zur Unterkunft, wo bereits die Nachtruhe zu beginnen drohte. So ging auch der dritte Tag der Klassenfahrt der 8a und 8b zu Ende.

Der Donnerstag begann mit einem Regenschauer, die morgendliche Joggingrunde fiel somit wortwörtlich ins Wasser. ;) Nach dem Frühstück ging es dann in die Bremerhavener Innenstadt zum deutschen Auswandererhaus. In der Viertelstunde, in der wir vor dem Gebäude warten mussten, „bereicherten“ wir die Straße mit unserem Gesang. Die nächste Viertelstunde benötigten wir, um die Drehtür zu durchqueren, eine gar nicht so einfache Aufgabe für Achtklässler wie uns... Im Museum angekommen wurde jedem von uns die Geschichte eines Auswanderers zugeteilt, welche wir durch die ganze Ausstellung verfolgen konnten. Danach konnten wir uns noch im „Einwandererhaus“ umsehen. Im Anschluss gab es für uns eine knappe Stunde Freizeit, um beispielsweise Mittag zu essen. Die meisten holten sich ein Fischbrötchen. Darauf folgte eine Schiffsrundfahrt im Bremerhavener Hafen. Wir konnten große Schiffe mit oder ohne Container anschauen. Einige haben  sogar einen Schweinswal im Wasser entdeckt!

Wieder zurück in der Jugendherberge war Zeit für das Abendessen. Danach ging es ziemlich bald los und wir fuhren mit dem Bus zum Schwarzlicht-Minigolf. Eigentlich hat das auch Spaß gemacht, aber weil es der letzte Abend war, waren so ziemlich alle übermüdet und fertig mit den Nerven. Deswegen ist auch die eine oder andere Träne geflossen und alle waren froh, als es endlich zurück ging. Abgesehen von einigen kleinen Zwischenfällen auf dem Rückweg, hinderte uns eigentlich nichts daran, so schnell wie möglich ins Bett zu kommen. Den Schlaf benötigten wir alle sehr dringend, denn am nächsten Morgen sollte es wieder früh losgehen…

Am Freitag begann der Tag für fast alle gegen 6:00 Uhr, da an diesem Morgen fast jeder noch duschen wollte. Die Tische beim Frühstück waren schon und schön gedeckt. Wir frühstückten um 7:30 Uhr. Nach dem Frühstück räumten alle ihre letzten Sachen zusammen und die Zimmer wurden kontrolliert. Anschließend gingen wir zum Bus, der um 9:00 Uhr nach Braunschweig aufbrach. Hinten im Bus war Party und vorne wurden Spiele gespielt. Wir kamen um circa 12:15 Uhr wieder am Lessinggymnasium an und wurden von unseren Eltern, gegebenenfalls auch Großeltern, fröhlich empfangen.

   
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