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Skifahrt 2014 nach Saalbach-Hinterglemm

Es ist dunkel und es ist kalt, es ist Sonntag der 5. Januar 2014. Das Problem: Ein Bus, zwei Sportkurse verschiedener Schulen, jede Menge Koffer, Ski und Stöcke und einfach nicht genügend Platz. So machten wir, wir knapp 50 Schüler und Schülerinnen des Lessinggymnasiums und der Hoffmann-von-Fallersleben Schule, uns aufgeregt und mit einer überwältigenden Vorfreude um 22 Uhr auf den langen Weg in das schöne, verschneite Österreich.


Alle Skifahrer gut gelaunt am letzten (Ski-)Tag!


Nach einer langen Nacht mit mehr oder weniger Schlaf, Kartenspielen, Filmen und einigen begnadeten Schlagersängern kamen wir verschlafen und doch noch immer voller Vorfreude im verträumten Saalbach-HInterglemm an. Dem schnell geleerten Bus folgte eine ebenso schnelle Ausleihe von Ski, Schuhen und Stöcken, mit denen die Fortgeschrittenen sogleich den Berg bis zu unserem bescheidenen Heim, der Breitfußalm, hinab sausten. Wir Anfänger hatten mehr Glück, wir durften am Rande der Piste den Berg zu Fuß erklimmen und gleich einmal unsere im Ski-Alpin-Sportkurs aufgebaute Kondition zur Schau stellen. Dann, nach einer eher nach Sumpf aussehenden Suppe, standen wir nun zum ersten Mal auf Ski. Auch hier hatten wir Anfänger mehr Glück: Während die Fortgeschrittenen viele unterschiedliche Pisten hinab fuhren und sich filmen lassen mussten, durften wir gemütlich erst im Kreis und dann die Babypiste vor der Breitfußalm rauf und runter fahren. Zwar gab es schon an diesem ersten Tag Verletzungen, die Tim daran hinderten die darauffolgenden Tage Ski zu fahren und doch schliefen an diesem ersten Abend alle nach einem leckeren Drei-Gänge-Abendessen schnell, glücklich und erschöpft ein.

Die folgenden Tage wurden hart. Alle wurden in Gruppen eingeteilt die abwechselnd von unseren Begleitern und Betreuern Frau Krüger, Frau Arnold, Frau Reddingius, Herr Steinbrink, Herr Fehr, Lisa, Nele und Sven begleitet wurden. Nun konnte für alle, bis auf für drei Schülern mit leichten Startschwierigkeiten, die Erkundung der Pisten beginnen. Es wurde gelernt, verbessert, neue Techniken perfektioniert doch manche waren einfach nur froh, wenn sie heile einen Berg herunter kamen. Und auch wenn viele die Abfahrten genossen haben und blaue, rote und schwarze Pisten hinuterrasten, so genossen mindestens genauso viele die Stunde Mittagspause, die mit Gernknödeln, Kaiserschmarren und selbstbelegten Brötchen auf unterschiedlichen Almen verbracht wurden. Auch schön war der Blick aus den Gondeln heraus, der jeden Tag aufs Neue eine grandiose Sicht sowohl auf das Skigebiet, wie auch auf die saftig grünen Grasbüschel dazwischen gab.

Die Abendmahlzeiten wurden täglich begleitet von Annikas Wunsch nach Schokopudding, der zu unser aller Bedauern leider an keinem Tag erfüllt wurde, genauso saßen wir auch alle jeden Abend zusammen und vertrieben uns mit Kartenspielen oder mit Spieleabenden die Zeit. So entstanden neue Insider und unfreiwillige Küsse wurden ausgetauscht, als eine Karte, die eigentlich ohne Hände von Mund zu Mund gereicht werden sollte, beschloss ihren Weg zum Boden anzutreten.

So verstrichen die Tage, die Gruppen wechselten und überall waren Fortschritte zu sehen. Manche Naturtalente schossen nach ihren ersten drei Tagen auf Ski schon mit den Profis die Pisten herunter, während manche es langsamer und kleiner angehen ließen, so wie der bereits erwähnte Tim, der dank seines Knies auf sehr kurzen Ski den Berg herunter kurvte. Es wurde gelernte Stocktechnik angewendet, mit Ski Walzer getanzt und der Boden geküsst. Es wurden Bremstechniken geübt und praktischer Weise doch mit der Nase gebremst. Es wurden Ski verloren und mit Ski an den Füßen fliegen gelernt. Die Zeit verstrich und schlagartig war sie vergangen und der letzte Tag vorbei.



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Der letzte Abend begann mit traurigen Gesichtern und Musik. Natürlich war auch Vorfreunde auf das bald nahende Zuhause unverkennbar und doch wussten alle, dass sie die zugleich schöne, spannende wie auch lustige Zeit in unserer kleinen Hütte im kuscheligen Sallbach-Hinterglemm vermissen würden. Lieder wie „Atemlos“, „DJ aus den Bergen“ und „eisgekühlter Bommerlunder“ werden wohl auf ewig alle an die Zeit im schönen Österreich erinnern.

Und viel zu schnell und plötzlich war es schon wieder Sonntag, die Woche unserer Skifahrt war vorüber und völlig unausgeschlafen begann unsere letzte Fahrt vom Berg hinunter ins Tal, wo unser Bus uns schon erwartete. Schnell wurde Ausgeliehenes zurückgebracht, Koffer verstaut und Sitzplätze belegt. Wehmütig wurde ein letzter Blick hinauf zu den schneebedeckten Bergen geworfen und dann ging es los, zurück in den schulischen Alltag, fernab von Pisten, Knödeln und den wunderschönen Alpen. Die Fahrt endete wie sie begann: Ein voller Bus, Schlager, Kartenspiele, Filme und viel Schlaf. Als wir am Abend wieder in Wenden angekommen waren, waren nur lächelnde Gesichter zu erkennen. Neue Freundschaften waren geschlossen, ein neuer Sport für sich entdeckt und vor allem war jeder froh diese Chance bekommen und genutzt zu haben.

Viel Spaß, Freude, Verletzungen und neue Erfahrungen wurden auf der nun hinter uns liegenden Fahrt gesammelt und geteilt und an diesem Punkt sollten und wollen wir uns alle bedanken. Wir bedanken uns bei unseren Lehrern wie auch bei den freiwilligen Begleitern, die uns geholfen haben und die Fahrt zu diesem besonderen Erlebnis gemacht haben, das sie war.

Fiona, Peter, Florian

   
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