Aktuelles  

   

Zugänge  

Schulserver
   

QR-Code dieser Seite  

QR-Code
   

 

Das Fahrtenkonzept des Lessinggymnasiums

 

Ziele von Klassen- Studien- und Auslandsfahrten sind die Förderung sozialen Lernens, eine Vertiefung des Verständnisses für Geschichte, Kultur, Kunst, Naturschutz und Sprache durch originäre Begegnung, sowie Anregungen zum Freizeit- und Gesundheitsverhalten. Die Durchführung von Klassen- und Studienfahrten bzw. Austauschen hat daher am Lessinggymnasium für die Umsetzung des Leitbildes mit Blick auf die vier dort genannten Leitbegriffe „Aufgeklärte Bildung im Sinne Lessings“, „Kooperation und soziale Verantwortung“, „Weltoffenheit, Respekt und Toleranz“ sowie „Eigenständigkeit und Selbstverantwortung“ einen hohen Stellenwert.

 

Die Gesamtkonferenz hat die folgende Priorisierung mehrtägiger Schulfahrten festgelegt.

Es werden grundsätzlich alle Fahrten als pädagogisch wertvoll erachtet, so dass sie idealerweise alle stattfinden sollen.

Limitierender Faktor ist jedoch das Budget, so dass folgendes Vorgehen festgelegt wurde:

Der Schulvorstand beschließt auf Vorschlag der Schulleitung den Haushaltsentwurf, der die Höhe des Fahrtenetats beinhaltet. Je nach Höhe dieses Etats werden die Fahrten innerhalb des zur Verfügung stehenden Kostenrahmens von der Schulleitung gemäß der Prioritätsstufen genehmigt.

Die Erhöhung des schulischen Fahrtenbudgets durch Zuwendungen von dritter Seite ist möglich, sofern dieses in einem rechtssicheren Verfahren geschieht. Die Finanzierung einer Fahrt muss vor deren Genehmigung gesichert sein.

Da Planungen für Fahrten in der Regel einen Vorlauf von einem knappen Jahr benötigen, muss das Budget entsprechend langfristig veranschlagt werden. Über das vom Land finanzierte Budget hinausgehende Mittel müssen also frühzeitig gesichert sein, um in die Planung Eingang finden zu können.

 

Stufe 1

Fahrt

 

Für die Schule anfallende Kosten

 

Bedingungen / Sparauflagen

AG-Fahrt

 

  500,- €

   

Jahrgang 6

(3 Tage)

 

  750,- €

 

Erlebnispädagogischer Schwerpunkt

Jahrgang 12

 

 

 

2.500,- €

 

 

 

Jeweils zwei Klassen /Kurse mit 3 Lehrkräften

(→ Betreuungsschlüssel ca. 1:15)

Max. 320,- pro Lehrkraft

Austausche Sn, Fr, En

(inkl. Lateinfahrt)

 

3.000,- €

 

 

Lateinfahrt: alle 2 Jahre Jg.-übergreifend 8/9, erstmals 2018

 

Gesamtkosten Stufe 1

 

6.750,- €

 

 

 

Stufe 2

Jahrgang 8

 

 

 

1.600,- €

 

 

Mit Inklusionsfahrt (1 Klasse des Jg.)

Inland, max. 300 km Entfernung

Max. 200,- pro Lehrkraft

Gesamtkosten Stufe 1+2

8.350,- €

 

 

Stufe 3

Jahrgang 10

 

 2.000,- €

Nur Inland

Max. 200,- pro Lehrkraft

Gesamtkosten Stufe 1+2+3

10.350,- €

 

 

Stufe 4

USA-Austausch

 

   2.000,- €

Nur bei Förderung durch GAPP oder andere Institutionen

Gesamtkosten Stufe 1 bis 4

12.350,- €

 

 

Stufe 5

Ski-Fahrt Sek II

 

   2.000,- €

Gesamtkosten Stufe 1 bis 5

14.350,- €

 

 

Grundsätze:

  • Alle Klassen- und Studienfahrten sollen zeitgleich stattfinden (Fahrtenwoche).

  • Alle Klassen eines Jahrgangs sollen inhaltlich vergleichbare Angebote erhalten.

  • Es sollen möglichst keine Teillerngruppen zurückbleiben.

  • Der Unterrichtsausfall durch die Abwesenheit der Lehrkräfte soll minimal gehalten werden.

 

Mehrtägige Fahrten

Rechtzeitig vor Beginn der mehrtägigen Fahrten werden die Erziehungsberechtigten ausführlich über Ziele, Inhalte, Kosten (inkl. Stornierungsbedingungen/–kosten) und weitere Bedingungen der jeweiligen Fahrten unterrichtet. Sie genehmigen die Teilnahme ihres Kindes und informieren die Fahrtenleiter ggf. über mögliche gesundheitliche Einschränkungen.

 

Fahrten zu außerschulischen Lernorten

Für unterrichtsbedingte Fahrten zu außerschulischen Lernorten soll der Unterrichtsausfall minimal gehalten werden. Auch hierbei sollen möglichst keine Teillerngruppen in der Schule zurückbleiben. Die Fachgruppen verständigen sich über per KC nahegelegte Unterrichtsgänge / Exkursionen der jeweiligen Jahrgänge und erstellen eine Planung, die Kosten und Termine darstellt. Entsprechende Veranstaltungen sollten möglichst für alle Gruppen eines Jahrganges angeboten werden (→Sinnhaftigkeit, → Synergieeffekte mit Blick auf Termine und Kosten).

 

(Pädagogische) Zielsetzungen von Schulfahrten

 

(Pädagogische) Zielsetzungen aller Schulfahrten

 Schulfahrten sind kein Selbstzweck, sondern verfolgen die folgenden inhaltlichen und sozialen Ziele:

  • Schülerinnen und Schüler erfahren Gemeinschaft, so dass das Zusammengehörigkeitsgefühl sowohl der einzelnen Klasse sowie das des Jahrgangs und der gesamten Schule gestärkt wird.

  • Das ganztägige Zusammensein stärkt das Vertrauensverhältnis zwischen Schülerschaft und Lehrkräften und verbessert damit nachhaltig das Lernklima.

  • Fahrten vermitteln unseren Schülerinnen und Schülern grundlegende Erfahrungen an außerschulischen Lernorten und unterstützen sie in ihrer Entwicklung zur Eigenständigkeit und zu eigenverantwortlichem Handeln.

  • Fahrten ermöglichen unseren Schülerinnen und Schülern die Anwendung und Vertiefung der im Unterricht und im Lebensraum Schule erworbenen Kenntnisse, Fähigkeiten und Kompetenzen.

 

(Pädagogische) Zielsetzungen von Auslandsfahrten

Auslandsfahrten verfolgen eines oder mehrere der folgenden Ziele:

  • Sie vermitteln den Schülerinnen und Schülern Erfahrungen und Erlebnisse, die sie im schulischen Alltag und ihrer Freizeit nicht machen (können). Es handelt sich also nicht um touristisch ausgerichtete Pauschalreisen. Sie dienen vielmehr zentral der Horizonterweiterung (z.B. können Unterrichtsinhalte vor Ort studiert werden) und der Persönlichkeitsbildung, auch durch die physischen und psychischen Herausforderungen der jeweiligen Programme.

  • Sie bieten den Schülerinnen und Schülern ausreichend Gelegenheit zur Anwendung und Erprobung ihrer Fremdsprachenkenntnisse (Vertiefung ihrer kommunikativen Kompetenz in der Fremdsprache).

  • Die Schülerinnen und Schüler lernen während ihres Aufenthaltes in Gastfamilien den tatsächlichen Lebensstil im Gastland kennen und können ihr im Unterricht erworbenes Wissen revidieren, was der Förderung des interkulturellen Lernens dient. Dazu trägt auch ein Kennenlernen des schulischen und kulturellen Lebens in der Partnerschule, ihrer Stadt und der Heimatregion bei.

  • Bei Austauschfahrten erwerben die teilnehmenden Schülerinnen und Schüler durch die Auslandskontakte gegenseitiges Verständnis und Toleranz für einander, was der Völkerverständigung dient.

  • Kontakte und später Freundschaften zwischen Schülerinnen / Schülern sowie Lehrerinnen / Lehrern der teilnehmenden Gruppen werden angebahnt, was zu einem langfristigen Erfahrungsaustausch und Kooperation führen kann.

 

Voraussetzungen zur Genehmigung von Schulfahrten

  • Die Bereitschaft der Lehrkräfte zur Übernahme der Verantwortung für die Durchführung der Fahrt muss vorliegen.

  • Vertrauen der Lehrkraft in die (Gruppe von) Schülerinnen und Schülern, sich den Regeln gerecht zu verhalten und den Anforderungen zu folgen, muss gegeben sein.

  • Das Programm / Ziel muss von Schüler- und Elternschaft akzeptiert sein.

  • Die Programme weisen themenorientierte Schwerpunkte auf.

 

Voraussetzungen zur Genehmigung von Austauschfahrten:

Terminierung / unterrichtsorganisatorische Aspekte

Die Auswirkungen auf den Schulbetrieb sollten so gering wie möglich gehalten werden, weshalb eine möglichst frühe Zeitplanung erforderlich ist.

Durch Festlegung verbindlicher Zeitfenster, Bündelung von Terminen, etc. (wenn möglich und sinnvoll) lassen sich die Störungen des normalen Schulbetriebes reduzieren. In der Mehrzahl der Fälle sind Absprachen bezüglich der Terminierung mit den internationalen Partnern erforderlich, da auf deren Möglichkeiten und schulinterne Zeitpläne Rücksicht zu nehmen ist. Auf Grund der sich von Jahr zu Jahr verändernden Rahmenbedingungen muss eine Terminierung der einzelnen Projekte jedes Schuljahr von neuem geschehen.

 

Kosten

Die Kosten sind abhängig vom Fahrtziel, weshalb ein Kostenrahmen nicht explizit genannt werden kann.

Kein Schüler soll wegen finanzieller Engpässe von Auslandskontakten ausgeschlossen werden. Ggf. sind Fördermöglichkeiten zu suchen und zu berücksichtigen.

 

Planung und Organisation

Bei der Detailplanung eines gewählten Projektes sind Schüler und Lehrkräfte mit ihren Vorstellungen und Vorschlägen maßgeblich beteiligt und werden deshalb um ihre Mitarbeit bei der inhaltlichen Ausgestaltung des Programmes gebeten.

 

Auswahl der Teilnehmer/innen

Die Teilnahme an Auslandskontakten ist auf Schüler- und Lehrerseite freiwillig.

Das Auswahlverfahren für die teilnehmenden Schülerinnen und Schüler ist für alle Beteiligten transparent zu gestalten.

 

Mögliche Kriterien für die Auswahl der teilnehmenden Schülerinnen und Schüler könnten sein:

  • Bereitschaft, neue Situationen ohne emotionale Probleme zu bewältigen;

  • Bereitschaft, sich höflich und kontaktfreudig zu verhalten und sich dem Leben in der Gastfamilie offen anzupassen;

  • Bereitschaft und Möglichkeit, die durch den Auslandskontakt auftretenden Lerndefizite aufzuarbeiten;

  • Bisheriges schulisches und außerschulisches Verhalten, das eine verantwortungsvolle, störungsfreie Teilnahme erwarten lässt.

 

Eine Beschränkung der Teilnahme an einem Programm pro Schuljahr für die Schülerinnen und Schüler sollte in Betracht gezogen werden.

 

Nachbereitung

Die Gruppen erarbeiten eine eigenständige Dokumentation ihres Auslandskontaktes für eine schulinterne Präsentation (Jahrbuch, Homepage, etc.).

Nach Ende des jeweiligen Projektes findet eine Evaluation durch die beteiligten Parteien statt, deren Ergebnisse bei einem möglichen Folgeprojekt zu berücksichtigen sind.

 

Gez. Schröder / AG Fahrtenkonzept

Beschlossen auf der Gesamtkonferenz am 24.10.2016

 

   
© 2013-2017 IServ-AG