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Vertretungsunterricht

1. Ziel und Umfang des Vertretungsunterrichts

  1. Ziel des Vertretungsunterrichts ist es, die Unterrichtszeit und die Unterrichtsqualität soweit aufrechtzuerhalten, wie es die besondere Situation möglich macht. Schüler/innen der Sekundarstufe I dürfen nicht unbeaufsichtigt bleiben. Wenn es nicht anders möglich ist, muss eine Lehrkraft zusätzlich zu ihrer regulären Lerngruppe eine weitere Lerngruppe betreuen ("Mitbetreuung"). In Randstunden kann der Unterricht ausfallen. Während der Kernzeit (2. bis 5. Unterrichtsstunde) wird in jeder Lerngruppe der Sekundarstufe I, deren reguläre Lehrkraft fehlt, eine Lehrkraft als Vertretung oder zur Mitbetreuung eingesetzt. In den Jahrgängen 5 und 6 werden auch die Randstunden vertreten oder mitbetreut.

  2. In der Sekundarstufe II entfällt in der Regel der Unterricht, wenn eine Lehrkraft verhindert ist. Die Klassen und Kurse der Sekundarstufe II arbeiten eigenverantwortlich, wenn die verhinderte Lehrkraft Aufgaben zur Verfügung stellt.

2. Inhalte des Vertretungsunterrichts

  1. Vertretungsunterricht soll sinnvoll sein. Es muss daher sowohl von der Vertretungslehrkraft als auch von der betroffenen Lerngruppe akzeptiert werden, dass eine Vertretungsstunde eine Unterrichtsstunde ist.

  2. Wird eine Lehrkraft als Vertretung eingesetzt, die in der Klasse unterrichtet, kann diese ihren Unterricht in ihrem Fach fortsetzen oder diese zusätzliche Stunde für Übungen und Wiederholungen nutzen.

  3. Wird eine Lehrkraft für die Vertretungsstunde eingesetzt, die nicht in der Klasse unterrichtet, werden ihr entweder Aufgaben von der zur vertretenden Lehrkraft zur Verfügung gestellt, oder die Vertretungslehrkraft entnimmt Aufgaben aus einem Materialpool, der von den Fachgruppen Mathematik, Englisch, Deutsch, Kunst, Musik, Erdkunde, Politik-Wirtschaft, Werte und Normen, Physik, Biologie und Chemie für Vertretungsstunden bereitgestellt werden muss. Unterrichtsstunden, bei denen das Material aus dem Materialpool entnommen wird, werden am Vertretungsplan mit „Lernzeit“ gekennzeichnet.

  4. Aufgaben für Lerngruppen der Sekundarstufe II zu eigenverantwortlichem Arbeiten sollten möglichst per E-Mail direkt an die Gruppen gesandt werden. Ist das nicht möglich, sollen die Aufgaben im Sekretariat hinterlegt werden.

3. Auswahl und Arbeitsbelastung der Lehrkräfte

  1. Die Auswahl der Vertretungslehrkräfte wird durch zwei Arten von Kriterien bestimmt: Einerseits soll der Vertretungsplan eine sinnvolle Vertretung möglich machen, andererseits soll die zusätzliche Arbeitsbelastung der Lehrkräfte in Grenzen gehalten werden.

  2. Durch die normalen Stundenpläne der Lehrkräfte ist die zur Verfügung stehende Anzahl der Lehrkräfte begrenzt. Die Auswahl der Vertretungslehrkraft erfolgt daher zum einen danach, wie die Vertretungsstunde in den individuellen Stundenplan einzufügen ist (Hohlstunde (=Springstunde) oder möglichst große Nähe der Vertretungsstunde zu den planmäßig zu erteilenden Stunden). Es wird sich hier nicht immer vermeiden lassen, dass eine Lehrkraft früher in die Schule kommen muss oder sie später verlässt, als ihr normaler Stundenplan es vorsieht. In Ausnahmefällen kann es auch erforderlich sein, dass eine Lehrkraft an einem für sie unterrichtsfreien Tag Vertretungsunterricht oder Aufsichten bei Klausuren und/oder dem Abitur wahrnehmen muss.

  3. Nach folgenden Prioritäten wird unter Abwägung der Arbeitsbelastung dann eine Vertretungslehrkraft ausgesucht:

    1. Die Lehrkraft hat in der Klasse Unterricht.

    2. Die Lehrkraft unterrichtet das zu vertretende Fach.

    3. Beliebige Lehrkraft.

  4. Studienreferendarinnen und Studienreferendare dürfen nur in den Klassen als Vertretung eingesetzt werden, in denen sie eigenverantwortlichen Unterricht haben, wenn nicht die Betroffenen einer anderen Regelung im Einzelfall zustimmen (z.B. Vertretungen in Lerngruppen, in denen sie hospitieren).

  5. Die für den Vertretungsplan zuständigen Koordinatorinnen/Koordinatoren sollen, soweit es möglich ist, auch die Möglichkeiten eines Stundentausches nutzen, um die Stunde der zu vertretenden Lehrkraft zu verlagern oder die zu vertretenden Stunden an den Rand des Tagesstundenplanes einer Klasse zu verschieben und ausfallen zu lassen.

  6. Vollzeitlehrkräfte sollen im Mittel eines Schulhalbjahres nicht an mehr als vier Tagen und mit mehr als vier Vertretungsstunden pro Monat belastet werden. Auf Teilzeitlehrkräfte wird angemessen Rücksicht genommen. (Teilzeitlehrkräfte mit mehr als der halben Stundenzahl: drei Vertretungsstunden, Teilzeitlehrkräfte mit höchstens der halben Stundenzahl: zwei Vertretungsstunden.)

  7. Schwerbehinderte Lehrkräfte mit einem GdB von mind. 50% müssen keinen Vertretungsunterricht übernehmen. Ausnahmen sind mit Zustimmung der Betroffenen zulässig. Der Schulleiter informiert die Vertretungsplaner darüber, welche Lehrkräfte zu den Schwerbehinderten zählen.

4. Bereitschaftslehrkräfte

  1. Der Schulleiter bildet nach den Möglichkeiten der Unterrichtsversorgung eine Vertretungsreserve. Die Lehrkräfte der Vertretungsreserve halten sich für bestimmte Unterrichtstunden des Tages bereit, um Vertretungsunterricht zu übernehmen.

  2. Die Bereitschaftsstunden werden durch den Stundenplan der jeweiligen Lehrkräfte geregelt. Die Vertretungsbereitschaft findet falls möglich in der ersten Doppelstunde des Tages mit der halben Entlastung statt.

  3. Bei der Festlegung der Bereitschaftsstunden hat die erste Unterrichtsstunde jedes Unterrichtstages Vorrang. Erst wenn diese mit Bereitschaften belegt sind, können nach Absprache zwischen Stundenplaner und Vertretungsplaner weitere Stunden als Bereitschaftsstunden festgelegt werden.

  4. In der fünften und sechsten Unterrichtsstunde wird die Vertretungsbereitschaft nicht entlastet. Kollegen mit voller Stelle haben insgesamt vier Wochen lang an einem Wochentag Bereitschaftsdienst. (Teilzeitlehrkräfte mit mehr als der halben Stundenzahl: drei Wochen, Teilzeitlehrkräfte mit höchstens der halben Stundenzahl: zwei Wochen.)

  5. Die generelle Verpflichtung zur Erteilung von Vertretungsstunden bleibt unberührt.

5. Organisation des Vertretungsplans und Pflichten der Beteiligten

5.1. Veröffentlichung des Vertretungsplanes

  1. Der Vertretungsplan wird der Schulöffentlichkeit über die in den Schulräumlichkeiten angebrachten Monitore bekannt gemacht. Ferner ist der Vertretungsplan auf der Schulhomepage über IServ einzusehen.

  2. Bei technischen Problemen ersetzt der Aushang eines Papierausdruckes die digitale Form der Veröffentlichung.

  3. Der Vertretungsplan gibt in der Regel eine Vorausschau für zwei bis drei Tage. Es liegt allerdings in der Natur der Sache, dass es immer wieder kurzfristige Änderungen gibt.

  4. Für den jeweiligen Tag ist der kurz vor der ersten Unterrichtsstunde veröffentlichte Plan gültig. Plötzliche Änderungen im Laufe des Unterrichtstages werden so schnell wie möglich in den Plan eingearbeitet und veröffentlicht. In den großen Pausen sollte nach Änderungen des morgendlichen Planes geschaut werden (Uhrzeit einer Aktualisierung auf dem Monitor). Falls nötig werden überraschende Änderungen zusätzlich auf anderem Wege mitgeteilt (persönliche Information durch Lehrkräfte und/oder Vertretungsplaner/in).

Pflichten der Vertretungsplaner
  1. Der/die für den Vertretungsplan Zuständige ist zwischen 7.10 Uhr und 7.20 Uhr jedes Unterrichtstages in der Schule telefonisch erreichbar.

  2. Abends ist der/die für den Vertretungsplan Zuständige zwischen 18.00 Uhr und 18.15 Uhr per Handy/Mailbox erreichbar.

  3. Eine Aktualisierung des Vertretungsplanes erfolgt abends falls erforderlich und morgens bis Unterrichtsbeginn um 7.55 Uhr.

  4. Ein regelmäßiger Einsatz einer Lehrkraft in einer Lerngruppe zu einer bestimmten Zeit über einen längeren Zeitraum soll nach Möglichkeit vermieden werden.

  5. Der Einsatz von Lehrkräften an einem für sie unterrichtsfreien Tag soll nur nach Rücksprache mit der betroffenen Lehrkraft erfolgen.

  6. Die zu vertretenden Stunden sollen möglichst gleichmäßig auf alle Lehrkräfte verteilt werden. Auf Teilzeitkräfte wird Rücksicht genommen.

  7. Bei mehr als vierzehntägigem Fehlen einer Lehrkraft meldet der/die Vertretungsplaner/in den Sachverhalt der Schulleiterin/dem Schulleiter.

Pflichten der Lehrkräfte
  1. Die Meldung einer plötzlich auftretenden Dienstunfähigkeit (Krankheit) oder der Verlängerung einer schon bestehenden Dienstunfähigkeit erfolgt morgens zwischen 7.10 Uhr und 7.20 Uhr durch Telefonanruf in der Schule. Das gilt auch, wenn der Unterrichtsbeginn für die erkrankte Lehrkraft nach der ersten Stunde des betroffenen Tages liegt. Eine Krankmeldung ist ebenfalls telefonisch am Vorabend zwischen 18.00 Uhr und 18.15 Uhr (Handy/Mailbox der Vertretungsplaner) möglich. Wenn am Vorabend der Vertretungsplaner/die Vertretungsplanerin nicht direkt erreichbar ist, sondern nur dessen/deren Mailbox, muss sich die erkrankte Lehrkraft am folgenden Morgen telefonisch zur oben genannten Zeit vergewissern, dass die Meldung der Dienstunfähigkeit in der Schule eingegangen ist. Krankmeldungen per E-Mail sind nicht zulässig.

  2. Jede Lehrkraft informiert sich über den Vertretungsplan. Das gilt auch, wenn die Lehrkraft einen unterrichtsfreien Tag hat (Online-Vertretungsplan!).

  3. Bei längeren Erkrankungen soll die betroffene Lehrkraft den behandelnden Arzt die Dauer der Erkrankung feststellen lassen und umgehend die Schulleitung informieren, um ggf. Feuerwehrlehrkräfte einsetzen zu können.

  4. Bei kurzfristig erforderlichen Vertretungsstunden wegen Krankheit kann die zu vertretende Lehrkraft Aufgaben stellen, soweit es ihr Gesundheitszustand zulässt.

  5. Die Vertretungslehrkräfte geben eine Rückmeldung, ob die Vertretungsaufgaben und/ oder wie viel davon erledigt worden ist. Dies kann über das Vertretungsaufgabenformular erfolgen.

  6. Anträge auf Sonderurlaub oder Exkursionen sind im Regelfall mindestens sieben Werktage vor dem Termin der ersten dadurch anfallenden Vertretungsstunde den für den Vertretungsplan Zuständigen vorzulegen.

Pflichten der Schüler
  1. Jede/r Schüler/in ist verpflichtet, sich regelmäßig über Veränderungen im Vertretungsplan (insbesondere morgens kurz vor Unterrichtsbeginn und beim Verlassen der Schule) zu informieren. Klassen oder Lerngruppen können die Aufgabe, sich über den Vertretungsplan zu informieren, an die Klassensprecher/innen oder besondere Beauftrage delegieren.

  2. Bei Unklarheiten muss beim Vertretungsplaner/ bei der Vertretungsplanerin oder im Sekretariat nachgefragt werden.

  3. In der Sekundarstufe II sind Aufgaben zu eigenverantwortlichem Arbeiten, wenn sie nicht schon zuvor per E-Mail an die Lerngruppe gegangen sind, im Sekretariat abzuholen.

  4. Vertretungsstunden sind verbindlicher Unterricht. Die Schüler/innen haben sich dementsprechend zu verhalten und den Anweisungen auch ihnen unbekannter Lehrkräfte Folge zu leisten.

  5. Auch für Vertretungsstunden gelten die Regeln der Schulordnung. Wenn die Vertretungslehrkraft fünf Minuten nach Unterrichtsbeginn nicht erschienen ist, melden sich die Schüler/innen beim Vertretungsplaner/ bei der Vertretungsplanerin. Wenn dieser/ diese nicht zu erreichen ist, melden sich die Schüler/innen im Lehrerzimmer oder Sekretariat.

Den, Ei, Fa, Kie, Mn, Pre, Sci, Sm, Td, Wam, Stand Juni 2016

 

   
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