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Nachträgliche Versetzung

Wird ein Schüler des 5. - 9. Schuljahrgangs wegen mangelhafter Leistungen in zwei Fächern nicht versetzt, so entscheidet die Klassenkonferenz - auf Antrag eines Konferenzmitglieds - darüber, ob sie in einem der beiden schlechten Fächer eine Nachprüfung zulässt. Die Erziehungsberechtigten müssen bis zum vorletzten Schultag mitteilen, ob sie von dieser Möglichkeit Gebrauch machen wollen.

Die Nachprüfung in einem Fach ist nur dann möglich, wenn folgende günstige Momente zusammenkommen:

» der Schüler war im vorausgegangenen Schuljahr versetzt worden,
» in dem betreffenden Fach standen auf den vorausgegangenen zwei Zeugnissen nicht nur die Noten "mangelhaft" oder "ungenügend",
» bisher ist noch keine nachträgliche Versetzung erfolgt,
» die Konferenz erwartet eine erfolgreiche Mitarbeit im höheren Schuljahrgang.

Die letzte Bedingung ist identisch mit der, die für eine "Versetzung mit Ausgleich" gestellt wird. Ist die erfolgreiche Mitarbeit im höheren Schuljahrgang zu erwarten, wird der Schüler sowieso versetzt - ohne Nachprüfung. Wird er trotz Ausgleichs aber nicht versetzt, dann wird er logischerweise auch keine Zulassung zur Nachprüfung erhalten.

Die Nachprüfung kann folglich nur in Frage kommen, wenn ein Schüler keinen Ausgleich für seine zwei 5en hat und deshalb nicht direkt versetzt werden darf. Solch ein Fall ist aber höchst selten.

Zur Durchführung der Nachprüfung beruft der Schulleiter einen Prüfungsausschuss, dem als stimmberechtigte Mitglieder angehören:

  • als Prüfer die Lehrkraft, die den Schüler im vergangenen Schuljahr in dem zu prüfenden Fach unterrichtet hatte,
  • zwei weitere Lehrkräfte, davon eine als Korreferent und eine als vorsitzendes Mitglied.
  • Der Schulleiter kann in der mündlichen Prüfung auch selbst den Vorsitz übernehmen und ist dann ebenfalls stimmberechtigt.

Die Nachprüfung besteht in Fächern, in denen Klassenarbeiten geschrieben werden, aus einer schriftlichen und einer mündlichen Prüfung, in den übrigen Fächern (Sport, Kunst, ...) nur aus einer mündlichen Prüfung.

Die schriftliche Prüfung besteht aus einer Klassenarbeit mit normalem Schwierigkeitsgrad, die vom Prüfer gestellt wird. Die Arbeit wird vom Prüfer und vom Korreferenten bewertet. Bei abweichender Beurteilung entscheidet der Prüfungsausschuss, Stimmenthaltung ist nicht zulässig. Der Prüfungsausschuss kann auf die mündliche Prüfung verzichten, wenn die schriftliche Arbeit mit mindestens "gut" bewertet wird.

Die mündliche Prüfung umfasst ein für das Fach charakteristisches Thema, das im abgelau- fenen Schuljahr eingehend im Unterricht behandelt wurde. Sie dauert zusätzlich zur schriftlichen Prüfung in der Regel 15 Minuten, im Übrigen in der Regel 20 Minuten. Zur Vorbereitung erhält der Schüler eine Aufgabe, die er binnen 20 Minuten vorbereitet. Die Prüfung wird nach den gleichen Regularien wie die schriftliche Prüfung bewertet, der Prüfer schlägt die Zensur vor.

Die Nachprüfung soll am Ende der ersten vollen Woche des neuen Schuljahres abgeschlossen sein. Mit Einverständnis aller Beteiligten kann die Nachprüfung an den letzten drei Werktagen der Sommerferien stattfinden.

Die Nachprüfung ist bestanden, wenn jeder Prüfungsteil mit mindestens "ausreichend" bewertet worden ist. In diesem Fall wird der Schüler nachträglich versetzt und für das betreffende Fach wird die Zeugnisnote auf "ausreichend" geändert.

   
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