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Versetzung

Der Versetzungsentscheidung ist das am Ende des Schuljahres erteilte Zeugnis zugrunde zu legen. Die Noten in Fächern, die nur in einem Schulhalbjahr unterrichtet wurden, werden wie die Noten der ganzjährig unterrichteten Fächer berücksichtigt.

Hat eine Schülerin oder ein Schüler aus einem von ihm zu vertretenden Grund Unterricht versäumt und können die Leistungen in einem oder mehreren Fächern aus diesem Grunde nicht beurteilt werden, so hat die Klassenkonferenz in diesen Fächern im Regelfall ungenügende Leistungen zu Grunde zu legen. Sind die Gründe vom Schüler nicht zu vertreten (Krankheit, ...), so ist die Versetzung zu beschließen, wenn die Konferenz eine erfolgreiche Mitarbeit im höheren Schuljahrgang erwartet.

Versetzt wird routinemäßig, wer höchstens eine "5" auf dem Zeugnis hat (bei sonst mindestens ausreichenden Leistungen). Für diese eine mangelhafte Leistung ist also kein Ausgleich erforderlich!

Wenn eine erfolgreiche Mitarbeit im höheren Schuljahrgang erwartet werden kann, können (bei mindestens ausreichenden Leistungen in allen anderen Fächern) ausgeglichen werden:

  • mangelhafte Leistungen in zwei Fächern durch befriedigende Leistungen in zwei Ausgleichsfächern oder
  • ungenügende Leistungen in einem Fach durch entweder gute Leistungen in einem Ausgleichsfach oder befriedigende Leistungen in zwei Ausgleichsfächern.

Ob die Klassenkonferenz von Möglichkeiten des Ausgleichs Gebrauch macht, steht in ihrem pflichtgemäßen Ermessen. In der Beurteilung sind die unter pädagogischen und fachlichen Gesichtspunkten wesentlichen Umstände des Einzelfalls einzubeziehen. In diese Erwägungen sind neben den im gesamten Schuljahr gezeigten Leistungen auch Umstände einzubeziehen, die sich auf das Lernverhalten und Leistungsvermögen auswirken. Außergewöhnliche Bedingungen wie Schulwechsel, längere Krankheit, ungünstige häusliche Verhältnisse, längerer Unterrichtsausfall oder Lehrerwechsel sind zu berücksichtigen. In Zweifelsfällen, insbesondere bei positiver Leistungsentwicklung, ist auf Versetzung zu entscheiden. Es gibt aber keine automatische Ausgleichsregelung!

Die in der Stundentafel vorgeschriebene Stundenzahl eines Ausgleichsfachs darf nur um eine Stunde geringer sein als die des auszugleichenden Faches. Geeignet ist auch die Wahlfreisprache. Deutsch, die beiden Pflichtfremdsprachen und Mathematik können nur untereinander ausgeglichen werden.

An der Versetzungskonferenz nehmen mit Stimmrecht teil die Lehrkräfte und Referendare, die den betreffenden Schüler in mindestens einem Halbjahr unterrichtet haben, sowie ohne Stimmrecht je 3 Schüler- und Elternvertreter und ein Schulleitungsmitglied (je nach Jahrgang Srö oder Bz). Die Konferenz ist stimmberechtigt, wenn mindestens die Hälfte ihrer stimmberechtigten Mitglieder anwesend ist. Die Beschlussfassung erfolgt mit einfacher Mehrheit, Enthaltung ist nicht zulässig.

Die Konferenz trifft ihre Entscheidung auf Vorschlag des Klassenlehrers. Bei Stimmengleichheit gilt ein Antrag auf Versetzung oder Erteilung eines Abschlusses als angenommen. Ansonsten gilt ein Antrag bei Stimmengleichheit als abgelehnt. Konferenzmitglieder sind ausgeschlossen, wenn eigene persönliche Angelegenheiten oder die von Angehörigen verhandelt werden.

[ Die Versetzungsentscheidung als Diagramm ]

Bei einer erneuten Nichtversetzung nach zweijährigem Besuch desselben Jahrgangs oder in zwei aufeinander folgenden Jahrgängen erfolgt durch einen weiteren Konferenzbeschluss die Überweisung an die Real- bzw. Hauptschule mit Festlegung der Klassenstufe. Eine Ausnahme hiervon kann mit 2/3-Mehrheit der stimmberechtigten Konferenzmitglieder beschlossen werden.

Ein Schüler, der ohne entsprechende Empfehlung (der Grundschule) das Gymnasium besucht und am Ende des 6. Schuljahrgangs nicht versetzt wird, kann an die Schule einer anderen, für ihn geeigneten Schulform überwiesen werden, wenn auf Grund der gezeigten Leistungen auch nach einem Wiederholungsjahr eine erfolgreiche Mitarbeit nicht zu erwarten ist.

Der Überweisungsbeschluss bedarf der Zweidrittelmehrheit der stimmberechtigten Konferenzmitglieder. Die aufnehmende Schule ist an den Konferenzbeschluss gebunden. Eine entsprechende schriftliche Warnung ("blauer Brief") an die Erziehungsberechtigten muss bis zum 30. April erfolgen.

 
   
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