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Drei Arten von Kursen

In jedem Fach gibt es in der Qualifikationsphase bis zu drei Arten von Kursen. Diese unterscheiden sich in der Stundenzahl (2 oder 4) und dem Anspruchsniveau ("erhöht" oder "einfach").

4stündige Kurse mit erhöhtem Anforderungsniveau (kurz: "4E")

Die Oberstufenverordnung sagt dazu: "Dieser Unterricht dient unter dem Aspekt exemplarisch vertiefter wissenschaftspropädeutischer Bildung in besonderem Maße der allgemeinen Studienvorbereitung und soll in wissenschaftliche Methoden, Fragestellungen und Reflexionen einführen. Der Unterricht ist gerichtet auf eine systematische Beschäftigung mit wesentlichen, die Komplexität des Fachgebietes verdeutlichenden Inhalten, Theorien, Modellen und Methoden; in ihm sollen die Schüler lernen, über längere Zeiträume selbstständig zu arbeiten." Was immer dies konkret bedeutet.

Im Normalfall belegt jeder Schüler drei solche 4E-Kurse (in den weiteren Informationen rot unterlegt) für beide Jahre der Qualifikationsphase, aus Interesse oder zur Vergrößerung seiner Wahlmöglichkeiten möglicherweise auch mehr. In drei Fächern wird auf erhöhtem Anforderungsniveau (Prüfungsfächer P1-P3) am Ende der Schulzeit eine Abiturprüfung abgelegt.

4stündige Kurse mit einfachem Anforderungsniveau (kurz: "4G")

Das "G" steht für "Grundniveau" und wird gerne abkürzend benutzt für "einfaches Anforderungsniveau". Die Oberstufenverordnung sagt dazu: "Dieser Unterricht dient unter dem Aspekt wissenschaftspropädeutischer Bildung dazu, grundlegende Sachverhalte, Erkenntnisse, Strukturen, Methoden und Verfahrensweisen über ein Fachgebiet zu vermitteln sowie Fähigkeiten zu entwickeln und Fertigkeiten einzuüben. Die Schüler sollen grundlegende Methoden selbstständigen Arbeitens lernen."

Ob im Unterrichtsalltag tatsächlich immer ein Niveauunterschied zwischen vierstündigen Kursen auf erhöhtem und vierstündigen Kursen auf einfachem Anforderungsniveau besteht, darf bezweifelt werden. Bei gleicher Wochenstundenzahl wird das Niveau wohl eher von der jeweiligen Lehrkraft abhängen als vom Etikett (4E oder 4G). Grundsätzlich wird ein 4E-Kurs aber anstrengender sein, da sich darin fast ausschließlich Schüler befinden, die am Fach interessiert sind und darin eine Abiturprüfung ablegen wollen. Das sollte bei der Wahl eines zusätzlichen Kurses auf erhöhtem Niveau bewusst sein.

Im Normalfall belegt jeder Schüler drei solche 4G-Kurse (in den weiteren Informationen blau unterlegt) für beide Jahre der Qualifikationsphase; falls er mehr als drei 4E-Kurse gewählt hat, entsprechend weniger. In zwei dieser Fächer (Prüfungsfächer P4-P5) wird am Ende der Schulzeit eine Abiturprüfung abgelegt.

Im gesellschaftswissenschaftlichen Schwerpunkt hat jeder Schüler (nur) im 11. Jahrgang noch einen 4G-Kurs zusätzlich. Dieser taugt mangels durchgehender Belegung nicht als Abiturprüfungsfach.

Welche Sonderfälle sind möglich?

  • Wer mehr als drei 4E-Kurse belegt hat, der kann auch in einem dieser Kurse eine P5-Prüfung ablegen. Nicht möglich ist aber das Ablegen einer P4-Prüfung, da die Zentralabituraufgaben auf thematischen Schwerpunkten beruhen, die sich für 4E- und 4G-Kurse teilweise unterscheiden. Die Unterrichtsinhalte stimmen zwar weitgehend überein, es könnten aber z.B. unterschiedliche Romane gelesen werden. Ausnahmen sind hier die nicht-bilingualen Fächer des Aufgabenfeldes B, hier ist in einem 4E-Kurs problemlos jede Art von Abiturprüfung möglich.
  • Es gibt auch die Möglichkeit, dass die eigentlich 2-stündigen Grundniveau-Kurse (s.u.) in Kunst, Musik oder Sport durch einen Ergänzungskurs zu einem 4-stündigen Grundniveau-Kurs werden und dass dann in einem dieser Fächer eine P4- oder P5-Prüfung abgelegt wird.

In einigen Fächern (z.B. in Latein und in Bili-Geschichte) wird es wegen überschaubarer Nachfrage wahrscheinlich nur einen vierstündigen Kurs geben, je nach Wahlausgang könnte dieser auf erhöhtem oder auf einfachem Anforderungsniveau eingerichtet werden. Das angebotene Niveau wird dann von der mehrheitlichen Nachfrage geregelt, bei annähernd gleicher Nachfrage wird ein 4E-Kurs eingerichtet.

2stündige Kurse mit einfachem Anforderungsniveau (kurz: "2G")

Die "Niveaudefinition" der Oberstufenverordnung ist genauso wie bei den 4G-Kursen (s.o.), allerdings haben diese Kurse nur die halbe Stundenzahl. 2G-Kurse (in den weiteren Informationen gelb unterlegt) können für ein Jahr oder für beide Jahre der Qualifikationsphase belegt werden. Mit diese Kursen ...

  • müssen die Belegungsverpflichtungen abgedeckt werden, soweit dies nicht schon mit 4E- oder 4G-Kursen geschehen ist, und
  • muss die Wochenstundenzahl aufgefüllt werden. Im Normalfall sechs vierstündige Kurse (s.o.) füllen 24 Wochenstunden, also müssen noch 34-24=10 Stunden durch fünf 2G-Kurse gefüllt werden.

Die Oberstufenverordnung ist leider so gestrickt, dass nach dem Abdecken der Belegungsverpflichtungen kaum noch weitere 2G-Kurse belegt oder gar in die Abiturqualifikation eingebracht werden können.

   
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