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Sprachlicher Schwerpunkt

Wer den sprachlichen Schwerpunkt wählt, muss entweder zwei Fremdsprachen oder Deutsch und eine Fremdsprache als Schwerpunktfächer (P1 und P2) wählen.

Achtung: Die Belegungsverpflichtungen verlangen für den sprachlichen Schwerpunkt, dass Deutsch und zwei(!) Fremdsprachen betrieben werden. Die Auswahl ist hier also nur, welche dieser drei Fächer die Schwerpunktfächer sind und damit etwas stärker für das Abitur zählen.

Auf Grund der gesetzlichen Bestimmungen müssen folgende Belegungen und Abitur-Einbringungen beachtet werden:

Hbj. WoStd. F a c h Pflichtein-
bringung
4 4 Fremdsprache (P1) 4
4 4 Deutsch 4
4 4 Mathematik 4
4 2 Seminarfach 2
4 4 Fremdsprache 4
4 4 Naturwissenschaft 4
4 4 Prüfungsfach aus B 4
2 2 Musik / Kunst / DS 2
2 2 Geschichte * 2
2 2 Politik-Wirtschaft * 2
4 2 Religion / WN * 2
4 2 Sport -
0 - 6 2 Wahlfach -

Hinweise: Die Zahl in der Spalte "Hbj." gibt an, wieviele Halbjahre das Fach betrieben werden muss, die Zahl in der Spalte "WoStd." gibt an, mit wievielen Wochenstunden. Die Spalte "Pflichteinbringung" gibt an, wie viele Kurse in das Abiturergebnis eingebracht werden müssen. Die Farbhinterlegungen bedeuten ...

4-stündig, erhöhtes Anforderungsniveau 4-stündig, erhöhtes oder Grundniveau
4-stündig, Grundniveau 2-stündig, Grundniveau

Das "Prüfungsfach aus B" deckt ggf. eine der mit Sternchen versehenen gesellschaftswissenschaftliche Belegungsverpflichtungen ab, so dass dieses gelbe Kästchen entfällt.

Einen violetten Kurs gibt es nicht. Vielmehr hat der Schüler die Wahl, diesen Kurs entweder auf erhöhtem Niveau oder auf Grundniveau zu wählen. Normalerweise hat jeder Schüler drei 4E-Fächer und drei 4G-Fächer.

Drei rote Fächer (darunter die beiden Schwerpunktfächer) sind dann die Prüfungsfächer P1, P2 und P3 und zwei blaue Fächer die Prüfungsfächer P4 und P5. Bei der Zusammenstellung der Prüfungsfächer müssen die gesetzlichen Bestimmungen beachtet werden.

Mit der Auswahl dieser Prüfungsfächer werden die Einbringmöglichkeiten für das Abitur stark beeinflusst:

  • Wer Geschichte oder Politik-Wirtschaft als "Prüfungsfach aus B" wählt, der hat 2 Fliegen mit einer Klappe geschlagen und muss 2 Kurse weniger aus dem Aufgabenfeld B einbringen als jemand, der Erdkunde gewählt hat. Wer gar Religion als "Prüfungsfach aus B" wählt, der hat sogar 4 Kurse Pflichteinbringung weniger als ein Erdkundler.
  • Musik oder Kunst kann nur dann Prüfungsfach sein, wenn Religion das "Prüfungsfach aus B" ist. Weil Abitur-Prüfungsfächer 4-stündig sein müssen, hat der Schüler in diesem Fall ein siebtes 4-stündiges Fach.
  • Sport kann nur dann Prüfungsfach sein, wenn nicht Erdkunde das "Prüfungsfach aus B" ist. Wer Sport als Prüfungsfach wählt, belegt neben der Sport-Praxis auch einen 2-stündigen Sport-Theoriekurs. Er hat also ein siebtes 4-stündiges Fach.
  • Die Wahl von Kunst, Musik oder Sport für die Abiturprüfung will gut überlegt sein, da damit (fast) sämtliche Wochenstunden und Pflichteinbringungen für das Abitur festliegen. Andere Fächer können kaum mehr betrieben werden. Andere als die Pflichtkurse können kaum noch in das Abiturergebnis eingebracht werden.


Mit 2-stündigen Kursen (ein zweites Schuljahr in einem der Fächer mit nur einjähriger Belegungsverpflichtung oder z.B. Erdkunde) muss die Wochenstundenzahl auf 34 aufgefüllt werden. Je nach gewählten Prüfungsfächern sind aber sowieso höchstens noch 3 Kurs-Jahre frei wählbar.

Auch bei geschickter Wahl der Prüfungsfächer liegen mit den Belegungsverpflichtungen bereits 32 der 36 (für Schüler, die ab Schuljahr 2016/17 Q1 besuchen: 32 der 32-36) in die Gesamtqualifikation einzubringenden Kurse fest. Maximal 4 Kurse in Sport oder in Wahlfächern können also für das Abitur zählen!

Der Anspruch, ein bestimmtes Prüfungsfach oder eine bestimmte Prüfungsfachkombination wählen zu können, besteht nicht. Welche Fächer auf welchem Anforderungsniveau eingerichtet werden, hängt von den Wahlen des Jahrgangs ab. Im Durchschnitt müssen alle Lerngruppen 20 Schüler haben!

   
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