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Versetzung in die Qualifikationsphase

Die Versetzungsentscheidung am Ende der Einführungsphase unterscheidet sich nicht von den vorhergehenden Versetzungsentscheidungen in der Sekundarstufe I:

  • Ein Schüler wird versetzt, wenn die Leistungen in allen Pflicht- und Wahlpflichtfächern mindestens mit "ausreichend" bewertet worden sind. Auch mangelhafte Leistungen in einem Fach bedürfen bei ausreichenden Leistungen in allen anderen Fächern keines Ausgleichs.

  • Wenn eine erfolgreiche Mitarbeit im höheren Schuljahrgang erwartet werden kann, können bei ausreichenden Leistungen in allen anderen Fächern ausgeglichen werden:

    • mangelhafte Leistungen in zwei Fächern durch befriedigende Leistungen in zwei Ausgleichsfächern oder
    • ungenügende Leistungen in einem Fach durch gute Leistungen in einem Ausgleichsfach oder befriedigende Leistungen in zwei Ausgleichsfächern.

Kleine Unterschiede gibt es aber dennoch: Das Überspringen mitten in die Qualifikationsphase ist ebensowenig möglich wie der Übergang oder die Überweisung in eine andere Schulform. Wer im Jahr zuvor wiederholt hatte, darf dennoch die Einführungsphase ein Mal wiederholen. Eine Nachprüfung ist nicht möglich. Notensprünge müssen nicht begründet werden.

Anforderungen an Ausgleichsfächer

  • Die in der Stundentafel vorgeschriebene Stundenzahl eines Ausgleichsfaches darf nur um eine Stunde geringer sein als die vorgeschriebene Stundenzahl des auszugleichenden Faches.

  • Deutsch, Mathematik und die beiden Pflichtfremdsprachen können nur untereinander ausgeglichen werden. (Falls 3 Fremdsprachen in der Einführungsphase betrieben werden, dann zählen die beiden besten als Pflichtfremdsprachen.)

Ob die Klassenkonferenz von Möglichkeiten des Ausgleichs Gebrauch macht, steht in ihrer pflichtgemäßen Beurteilung. In die Beurteilung sind die unter pädagogischen und fachlichen Gesichtspunkten wesentlichen Umstände des Einzelfalles einzubeziehen.

Hat ein Schüler aus von ihm zu vertretenden Gründen Unterricht versäumt und können die Leistungen in einem oder mehreren Fächern aus diesem Grunde nicht beurteilt werden, so hat die Klassenkonferenz in diesen Fächern im Regelfall ungenügende Leistungen zugrunde zu legen. Sind die Gründe von dem Schüler nicht zu vertreten, so ist die Versetzung zu beschließen, wenn die Konferenz eine erfolgreiche Mitarbeit im höheren Schuljahrgang erwartet.

Sofern die Voraussetzungen zum Erwerb des Kleinen Latinums oder des Latinum bereits am Ende der Einführungsphase erfüllt worden sind, wird dieses auf dem Zeugnis wie folgt bescheinigt: "Dieses Zeugnis schließt das Zeugnis über das ... ein."

Klarstellungen des Kultusministeriums

Weil die Klasse 10 sowohl nach den Bestimmungen der Sekundarstufe I organisiert ist als auch nach denen der Oberstufe, ist nicht immer leicht erkennbar, welche Bestimmungen anzuwenden sind. Deshalb hat das Kultusministerium folgende Fälle klargestellt:

1. Eine Wiederholung des 10. Schuljahrgangs ist zulässig, ohne dass dadurch eine Wiederholung eines Schuljahrgangs in der Qualifikationsphase ausgeschlossen ist. Die Klasse 10 zählt also erst nach erfolgreicher Versetzung mit für die Höchstverweildauer in der Oberstufe. Das darf sich der Nicht-Jurist auf der Zunge zergehen lassen: Bis zur erfolgreichen Versetzung am Ende der Klasse 10 ist der Schüler nicht in der Oberstufe. Nach der Versetzung war er aber bereits ein Jahr in der Oberstufe. Rückwirkend.

2. Eine freiwillige Wiederholung des 10. Schuljahrgangs ist dann nicht möglich, wenn am Ende des 10. Schuljahrgangs die Versetzung in die Qualifikationsphase erreicht worden ist.

3. Ein Rücktritt nach dem ersten Schulhalbjahr des 10. Schuljahrgangs in das zweite Schulhalbjahr des 9. Schuljahrgangs ist zulässig. Dies gilt aber nicht für Schüler, die von einer anderen Schulform (in der Regel: Realschule) nach Erwerb des Erweiterten Sekundarabschlusses I in den 10. Schuljahrgang gewechselt sind.

4. Ein Rücktritt nach dem ersten Schulhalbjahr des 11. Schuljahrgangs in das zweite Schulhalbjahr des 10. Schuljahrgangs (Einführungsphase) ist unter Berücksichtigung der vierjährigen Höchstverweildauer in der Qualifikationsphase zulässig. Dies gilt auch für Schüler, die von einer anderen Schulform nach Erwerb des Erweiterten Sekundarabschlusses I in die gymnasiale Oberstufe des Gymnasiums wechseln.

5. Für Gymnasialschüler, die die Einführungsphase im 10. Schuljahrgang des Gymnasiums besuchen, existiert ein Schulbezirk, weil der 10. Schuljahrgang zugleich auch noch der Abschlussjahrgang des Sekundarbereichs I ist. Für Schüler, die an einer anderen Schulform am Ende des 10. Schuljahrgangs den Erweiterten Sekundarabschluss I erworben haben, ist dies nicht so. Diese haben also die freie Schulwahl.

 
   
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