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Schulbesuch im Ausland

Bei einem Schulbesuch im Ausland erbrachte Leistungen können auf die in der Einführungs- oder der Qualifikationsphase der gymnasialen Oberstufe zu erbringenden Leistungen im Regelfall nicht angerechnet werden. Im Einzelfall lässt sich diese Regelung umgehen, allerdings will dies sehr gut überlegt sein. Die Möglichkeiten sind:

  1. Wer nur einen Teil des 10. Jahrgangsim Ausland verbringen und sich diese Zeit anrechnen lassen will, hat mehrere Optionen:
    • Beurlaubungen bis zu 3 Monate kann und wird das Lessinggymnasium selbst genehmigen.
    • Längere Beurlaubungen, z.B. für ein halbes Jahr, müssen bei der Landesschulbehörde beantragt werden. Die zuständige Dezernentin hat signalisiert, dass dort wohlwollend geprüft wird.
    Entscheidend ist immer, dass die Versetzung am Ende der Klasse 10 am Lessinggymnasium oder an einer gleichwertigen Schule geschafft wird. Eine Beurlaubungen für das 2. Schulhalbjahr ist also im Regelfall nur möglich, wenn an der ausländischen Schule der "Erweiterte Sekundarabschluss I" erworben werden kann. Ist dies nicht möglich, kann in besonders begründeten Ausnahmefällen, nämlich dann, wenn es sich um einen besonders motivierten und leistungsstarken Schüler handelt, ein Antrag an die Landesschulbehörde gestellt werden auf "Anerkennung der Gleichwertigkeit der im Ausland erbrachten schulischen Leistungen".
  2. Bei einem guten Versetzungszeugnis am Ende der Klasse 9 können die Eltern das Überspringen des 10. Jahrgang beantragen. Wenn glaubhaft gemacht wird, dass im Ausland eine anspruchsvolle Schule mit vergleichbarem Unterricht wie zu Hause besucht wird, dann wird die Versetzungskonferenz diesen Antrag wohlwollend prüfen, auch wenn der Notendurchschnitt etwas schlechter als 2,0 ist. Wer so den 10. Jahrgang übersprungen hat, ist nach seiner Rückkehr aus dem Ausland im 11. Jahrgang, ohne dass er sich das Auslandsjahr anrechnen lassen muss.
    Achtung: Wer den 10. Jahrgang übersprungen hat, kann nach seiner Rückkehr nicht doch in die Klasse 10 gehen. Die Entscheidung ist irreversibel!
  3. Leistungen an einer anerkannten deutschen Auslandsschule oder einer Europäische Schule werden selbstverständlich anerkannt. Allerdings ist das nicht wirklich Sinn eines Auslandsjahres.
  4. Einige im Ausland erworbene Zeugnisse sind dem Erweiterten Sekundarabschluss I gleichwertig und berechtigen zum Besuch der Qualifikationsphase. Was anerkannt wird, steht in einer Liste der Kultusministerkonferenz.
    Da fast alle unsere Auslandsschüler in die USA gehen, ist das "High School Diploma (HSD)" eine Option, wenn Schuljahreskurse (academic unit mit credit-Bewertung) in Englisch, in einer weiteren Fremdsprache, in Mathematik, in einer Naturwissenschaft (Physik, Chemie oder Biologie) und in einem Fach des gesellschaftswissenschaftlichen Aufgabenfeldes erfolgreich nachgewiesen werden. Die academic units sind in allen fünf Fächern im Schuljahr durchgehend zu absolvieren.
  5. Denkbar ist eine Prüfung am Ende der Sommerferien, die die Beherrschung des Stoffes der Einführungsphase belegt. Das ist aber eine grausame und wenig erfolgversprechende Möglichkeit, weil das sehr anstrengende Sommerferien mit sehr ungewissem Ergebnis bedeuten würde.
  6. Theoretisch denkbar, praktisch aber kaum möglich ist es, sich einen halbjährigen Schulbesuch im Ausland nach der Klasse 10 anrechnen zu lassen (ein ganzjähriger Schulbesuch im Ausland während der Qualifikationsphase wird nicht zugelassen). Allerdings müssten dann im Ausland die niedersächsischen Belegungsverpflichtungen erfüllt werden, und die Unterrichtsinhalte müssten weitgehend identisch sein mit den hiesigen. Versäumter Unterrichtsstoff im Hinblick auf die Abiturprüfung muss ggf. selbstständig nachgeholt werden.

Nur das Überspringen des 10. Jahrgangs oder das Mitbringen des amerikanischen High School Diploma (HSD) sind wohl realistische Möglichkeiten. Entscheidend ist aber, dass der Rückkehrer in der Qualifikationsphase auch tatsächlich erfolgreich mitarbeiten kann. Er muss also im Auslandsjahr ähnliche Unterrichtsinhalte kennengelernt haben, wie sie in Deutschland vermittelt werden. Da in der Qualifikationsphase (fast) alle Leistungen bereits für das Abitur zählen, muss das Wiedertrittfassen sehr schnell gehen.

 
   
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